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Das Handbuch des Österreichers
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Volkswirtsdlafrslehrer dieser Anschauungen, die in klassischer \\1eisc in Frankreich (Colbert) vertreten wurden, finden sich überall. Wir sind auch in der Lage, untPr ihnen eine b c s o n d c r e ö s t e r r e i c h i s c h e G r u p p e zu identifizieren. Sie umfaßt drei Männe1· zur Zeit Leopolds I. (1657-1705) und.- von ihnen durch einige Jahrzehnte getrennt - zwei weitere in den Tagen Maria Theresias und Josephs II. (1740- 1790). Inlercssant isl es aber, daß die drei ersten Vertreter dieser Anschauungen in Osterreich Protcslanlcn wa- ren und aus Deutschland kamen. Freilich - "die Beziehung zu Osterreich ist es also, die Stellung- nahme zu spezifisch-öslerreichischen Verhällnissen isl es, die Pinen ösleiT<'ichischen i\[erkantilismus scharrt und die eine Abtrennung jener Autoren so- wohl von ihren Vorläufern als auch von den Ver- tretern des deutschen Kameralismus auf den aka- demischen Lehrslühitn P~:eußens rechtrerligl. Denn die Autoren des 17. und 18. Jahrhunderts, die in Osterreich zu ökonomischen Fragen Stellung nehmen, sind durch eine ga n z besondere Probl em- s t c Jlu n g c h a r a k t er i sie r t, die durch die Ös terreichischen Verhältnisse geboten i s l" (Louise Sommer: "Die Österreichischen Kame- ralisten", I. Teil, Wien, 1920, S. 18). Hisloriseit ge- selwn kommen die Österreichischen Kameralisten vor. den Alchimisten her, die den immer geldbeclürf- Ligen Hof mil den nötigen Millcln versorgen solllen, sich vom Geldbewilligungsrecht der Stände unab- hängig zu machen. Aber in ihren Werken ist nichts von Utopie zu spüren, sondern sie vertreten recht realistische Grundsätze in ihren ökonomischen An- schaumigen. Am beka1inlesten außerhalb der enge- ren Fachkreise ist Philipp Wilhclm v. Hörnigk (1640 - 1712), dessen berühmtes Buch "Oslerreich über 317
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Das Handbuch des Österreichers
Titel
Das Handbuch des Österreichers
Herausgeber
Ernst Görlich
Verlag
Österreichischer Kulturverlag
Ort
Salzburg
Datum
1949
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
8.1 x 12.1 cm
Seiten
376
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