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Wirtschaftsstruktur
Anteil bei den Männern 140/o, bei den Frauen 120'o.
Dabei hat man sich vor Augen zu hallen, daß die
sozialen Versicherungen von den Erwerbstätigen ge-
tragen werden, deren Alter prozentuell zunimmt lso
daß au'f den Einzelnen immer größere Lasten kom-
men müssen) und daß Kinder in der Wirtschall als
reine Konsumenten , die selbst nichts erzeu-
gen, immer einen gr ößeren \Varenumsatz
hervorrufen, also mehr Arheils- und Absatzmöglich-
keiten gewähren. Die schweren Verluste Osterreichs
während des Zweiten Weilkrieges (1939- 1945) ct·-
reichen (einschließliclt der vermißten Personen) rund
350.000 Tote, als kriegsversehrt wurden im Mai 19.[7
170.000 gezäh!L 12.000 Österreicher haben Arm oder
Bein verloren. Dieset· Ausfall trifft vor allem die
arbeitsfähigen Jahrgiinge sehr stark und ist auch
die Ursache des weiblichen BeYölkerungsüberschus-
ses
Der Sprache nach war die Bevölkerung Öster-
reichs seil 1918 so gul wie einheitliciL In der Volks-
zählung von 1934 bekannten sich
zm· deutschen Umgangssprache
zur tschechischen und slowakischen
zm· kroatischen
zur slowenischen
zm· magyarischen
zu ancleren Sprachen 6,584,547, d. s. 97,5°o
51.865, d. s. 0.8%.
42.354, d. s. 0,6%
31.703, d. s. 0,5%
18.076, cl. s. 0,3%
23.317, cl. s. 0.3%
Die meisten tschechisch und slowakisch Spre-
.chenden (39.714) lebten in Wien. Das Slowenische
wat· am stärksten in Kärnten (26.796) vertreten. Das
Iüoatische ( !0.500) ur.td ;'viagyarische (10.'142) war
hauptsächlich im Burgenland verbreitel.
In der Berufs g I i e der u n g hallen sich Ar-
beiter und Bauern ungefähr die Waage. Nach einer
Statistik aus dem Jahre 1934 waren
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Das Handbuch des Österreichers
- Titel
- Das Handbuch des Österreichers
- Herausgeber
- Ernst Görlich
- Verlag
- Österreichischer Kulturverlag
- Ort
- Salzburg
- Datum
- 1949
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 8.1 x 12.1 cm
- Seiten
- 376