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Das Handbuch des Österreichers
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Zentral verwaltune handelle, so z i o I o g i s c h mil dem Adel eine Ein- heil bilden) sowie .des städtischen Bürgertums (in Tirol auch noch der Bauern) zusammengesetzt wa- ren. Das Land hat ein eigen es L andrecht (wie es in Osterreich 1237 zur Zeit des letzten Baben- bcrgers Friedrich II. des Streitbaren entstand) und schützt seine Angehörigen dadurch. Der lateinische Ausdruck für Land ist "terra" oder "provincia". Die Landsleute heißen "conprovinciales" und "com- patriolae" (wie in jener Urkunde aus den Jahren zwischen 1065 tmd 1070, mit der die Geschichte der Tiroler Landsstände beginnt). Es i s t e in Z e i- ch e n Ös t erre ichisch en Bewußtseins wenn nebe n d em Ausdruck "Ostarrichi" = Os ter r eich im .Mittelalter vom "Oster- ! a n t" g es pro c h e n wurde (siehe Osterreich und Austria). Auch der Ausdruck L andes h err (princeps terrae) ist gerade in Osterreich sehr früh bezeugt: nach unserer augenblicklichen Kenntnis ver- wendet ihn Markgraf Leopold III. der Heilige im Stiftsbrief für das Kloster Klcin-i\Iariazell (1136) zum ersten Male · in der Form "principatus terre istius". Eine sprunghafte Steigerung landesfürstlicher Macht erfolgt dann durch das Pr i v i I e g i um Minus (siehe Privilegium Minus) und die Umwandlung Osterreichs in ein Herzogtum (1156). Der Landesherr ist im feudalen Mittelaller der Vorsteher der Lands- gemeine, die als Rechts- und Friedensgemeinschaft aufzufassen isl. Gegen Ende des Mitleialters wird diese feudale Herrschaftsordnung immer mehr for- malistisch und vom Ideengut des stadtbürgerlichen Humanismus durchsetzt. Die Beschäftigung mit dem griechisch-lateinischen Altertum läßt auch den I-Ierr- schaftsbegriff des Altertums wieder aul'lcben. Diese Entwicklung geht in verschiedenen Ländern Euro- 351
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Das Handbuch des Österreichers
Titel
Das Handbuch des Österreichers
Herausgeber
Ernst Görlich
Verlag
Österreichischer Kulturverlag
Ort
Salzburg
Datum
1949
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
8.1 x 12.1 cm
Seiten
376
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