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Das Handbuch des Österreichers
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Zentralvenvaltung r i g k e i t s b ·e w u ß t s e i n d e r ö s t e r r e i c h i - sehen Bundesländer festzustellen. Auch als Ferdinand I. in seinem Testamente die von ihm vereinigten Länder wieder nach millelallcrli- chem Gebrauche teille, blieb das Zusammengehörig- keitsbewußtsein wach, wenn auch die Verwaltung getrennt war: 1578 erneuerten auf dem Brucker Aus- schußlag die Stände von Nieder-, und Inneröster- reich das Gelöbnis gegenseitigen Beistandes, 1592 be- willigten die Tiroler einen verhältnismäßig großen Belrag zum Ausbau der kroalisch-slavonischen ~Iili­ tärgrenze, der die Finanzen der Stände ln- nerösterreichs entlasten sollte. Auch der VMarlber- ger Landtag spricht schon in seinem Abschied von 1594 von der "Gefahr des Hauses Osterreich und un- seres geliebten Vaterlandes". Es ist das erste :Hai, daß in einer Vorarlberger Urkunde das \\'ort "Va- terland" verwendet wird (vgl. Otto Stolz: ,,Zur Ge- schichte de1· Landwehr in Vorarlberg", in: Mont- forl, Jahrgang 1948, 1. Heft, S. 10/11). Das Herrscher- haus se.Jbst sah die verhängnisvollen \Virkungcn der Erbleilungen ein: am 5. Februar 1602 wurde von Kaiser Rudolf II. die U n teilbar k e i t des gesam- ten Österreichischen Besitzstandes feierlich in einem Hausgesetz verküudet. Er kehrte damit zu dem Grundsatz zurück, den Kar! V. in seinem Konfirma- tionsbrief (§ 37) so ausgedrückt halle: "Alles, so der Erzherzog zu Osterreich besitzet und innehat, das soll sein und heißen das Erzherzogtum zu Oster- reich". Mit der Thronbesteigung Ferdimnds II. (1619 - 1637) t~uchte dann der Gedanke auf, den König- reichen Böhmen und Ungarn ein Königreich Oster- reich gegenüberzustellen (siehe Königreich Oster- reich). Ein s tärker er Ausdruck des Ge- rn c i n s a m l' e i t s g e d a n k e n s d e r h e u L i g e n 23• 355
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Das Handbuch des Österreichers
Titel
Das Handbuch des Österreichers
Herausgeber
Ernst Görlich
Verlag
Österreichischer Kulturverlag
Ort
Salzburg
Datum
1949
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
8.1 x 12.1 cm
Seiten
376
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