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Handbuch der Ornamentik - Zum Gebrauch für Musterzeichner, Architekten, Schulen und Gewerbetreibende sowie zum Studium im Allgemeinen
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Seite - 576 - in Handbuch der Ornamentik - Zum Gebrauch für Musterzeichner, Architekten, Schulen und Gewerbetreibende sowie zum Studium im Allgemeinen

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G. Ziersehriften. Die Erfindung der Schrift geht Jahrtausende vor unsere Zeit- rechnung zurück; welchem Volk sie zufällt, dürfte zur Zeit mit Sicher- heit kaum festzustellen sein. Die griechische Schrift ist auf Grundlage der phönikischen entstanden und hat ihrerseits wieder der römischen als Grundlage gedient. Aus der römischen Schrift entstanden die abendländischen und nordischen Schriften sowie die Geheimschrift der Priester: die Runen. Mit der Einführung des Christentums in Deutsch- land wird auch die lateinische Schrift eingeführt Das frühere Mittel- alter verfährt mit den Schriftformen ziemlich willkürlich. Neben der ursprünglichen, nur aus den sogen, grofsen Buchstaben bestehenden Majuskel Schrift erscheinen die durch Abkürzung und Vereinfachung jener entstandenen kleinen Buchstaben, die Minuskeln. (Vergleiche die Buchstaben E und M im Alphabet I auf Tafel 291.) Neben der geraden und eckigen Kapitalschrift tritt die Uncialschrift mit ihren rundlichen und freien Formen auf. (Vergleiche: E, M und U im Alphabet 2 auf Tafel 291.) Neben der aufrechten Schrift kommt die bequemer zu schreibende liegende oder Kursivschrift in An- wendung. Die gotische Periode bringt neben der Uncialschrift (Tafel 292, I) die gebrochene, die Fraktur- oder Texturschrift zur Einführung. (Tafel 294, 295 u. 296.) Nunmehr ist die nach und nach erfolgende Umgestaltung schon soweit gediehen, dafs der ur- sprüngliche Zusammenhang auf den ersten Blick oft gar nicht mehr zu erkennen ist. Je komplizierter die Frakturschriften wurden, desto schwerer lesbar mufsten sie auch werden, so dafs es als ein glück- licher Umstand bezeichnet werden mufs, dafs die Renaissancezeit vielfach eine Vereinfachung der Frakturen anstrebte und neben den- selben die alte römische Schrift wieder aufnahm. (Vergl. Alphabet i auf Tafel 297.) Ein Hauptentwickelungsmoment des Schriftwesens war durch die Erfindung der Buchdruckerkunst im Jahre 1440
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Handbuch der Ornamentik Zum Gebrauch für Musterzeichner, Architekten, Schulen und Gewerbetreibende sowie zum Studium im Allgemeinen
Titel
Handbuch der Ornamentik
Untertitel
Zum Gebrauch für Musterzeichner, Architekten, Schulen und Gewerbetreibende sowie zum Studium im Allgemeinen
Herausgeber
Franz Sales Meyer
Ort
Leipzig
Datum
1937
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.6 x 15.7 cm
Seiten
628
Kategorie
Kunst und Kultur
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