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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 296 -
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296 VI.2.Edition sie maister mùgen gesein oder nicht, und dartzu ir arbait beschaun, sy sey hie gemacht oder herpracht, ob die gut und gerecht sey, damit sy aufnemen an ern, lob und gu˚t. Und wo si ungerechte arbait funden, oder weliher anders hie arbaittiet [!] denn er geweist hat und das vail hiet, das sullen si nemen und solh arbait dem burgermaister und dem rat antwùrtten, das man es der stat ze nutz anleg, und dem richtter zu wandel geben zwen- undsibentzig phennig und in ir zech vir pfunt wachs. Sprèch aber ainer, man hiet im unrechtlich beschaut, und wolt das werch gerecht machen, des sullen sy im stat tùn vor denandernmaisternallen. Auchhat imder rat gantzengewalt vorbehalten,die artikel zemynnernundzemern, wie indes verlust analle irrunge. 151. OrdnungderSchilter, der geistlichenMaler, derGlaserundderGoldschläger. 1410 Juli 3. HWOBfol.53r–v. Parallelüberlieferung:T2 fol.101r. Druck:Camesina,Glasgemälde195f. (HWOB);Uhlirz,Urkunden1Nr.13.194(HWOB); FRA III/10/3 Nr.1630 (T2). – Literatur: Uhlirz, Gewerbe 624, 729; Löw, St. Lukas-Zeche 168;Zatschek,Handwerk215;Perger,Rahmen229. Vonder schiltear, geistlichermalèr, vonglasernundgoldslahernwegenundauchvonden, dienùr slechtz glaswerhkunnenundnicht geprantz etc.a Annob Dominimillesimoquadringentesimodecimoan sandVlreichsabendb: Sich sol kain schilter noch kain geistlichèr malèr noch glasèr noch goldslahèr noch kain slechter glaser, der prants werich nicht kan, hie ze maister setzen, er pring dann ee urkundher, vonwannerherkomensey,das er sichdaselbs erberleichenthaltenhab,oder er beweis es hie vor dem rat mit erbern lewten, und das er ain eelche [!] hausfrawn hab und burgerrecht gewinn, und beweis die kunst vor den maistern, als hernach geschriben stet: Von erst wer sich auf dem schiltberh zu maister setzen wil, das er von erst mit sein selbs hant vier new stukch mach, ainen stechsatel, ein prùstleder, ein rosskoph, ain(en) stechschilt, das sol er tùn in sechs wochen; das sullen die maister beschawn gemainklich ungeverlich, ob das gerecht, gùt und nùtz sey, damit sy auch erkennen, ob er des werhs maistermùggeseinodernicht, als das vonalterherkomen ist, unddas er auchdasmalen kunn, als esherren, ritternundknechtenan invordernt. Einc geistlich maler sol zùberaitten ain tavel einer kaufellen lang mit prunìrtem gold und sol darauf malen ein pild mit sein selbs hand, das sol er tùn in drin wochen; das sullenauchdiemaisterbeschawngemainklichundungeverleich. e H.A.-Akten 68/15.Jh. folgt: Also stehet es in dem stattbuch zu Wienn geschrieben. Folgt bis fol.5v eine nicht imHWOBüberlieferteOrdnungderselbenHandwerke aus demJahre1468. 151 aÜberschrift rubriziert. Am rechten oberen Rand: Von der schilter, geistlicher maler, von glasern und gold- slahern wegen und auch von den, die nùr slechtz glaswerch kunnen und nicht geprantz. b–b Fehlt in T2. c Abhier bis zumSchluss derOrdnungmit dunklererTinte, aber vonwahrscheinlich gleicherHand fortgesetzt.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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