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Nr.150–152 297
Einglaser solmachenain stukcheinerkaufellen lankchvond glaswerhmitpilden,das
soldaringeprant sein,unddasmit sein selbshant,das sol er tùn invirwochen;das sullen
auchdiemaisterbeschawngemainklichundungeverlich.
Es sullenauchalledie,die slechtsglaswercharbaittendundgebrantswerchnichtkun-
nen, als vorbegriffen ist, auch vor den maistern beweisen, ob sy des slechten glaswerch
maistermùgen seinodernicht.
Also habent es die herren zu einer gedèchtnùss haissen inschreiben. Und wer der
stukch ains oder menigers uberfert, dem sullen die zwen maister die beschawèr, die von
dem rat bestètt werdent, dieselb [53v] arbait nemen zu des burgermaister hannden der
stat zu nùtz und sol dem richter vervallen sein zwenundsibentzig phennig ze wanndel an
alle gnade.
152.
Der Rat der Stadt Wien erteilt den Schiltern, Glasern, Malern und Goldschlägern auf deren
Bitte eineOrdnung.
1422September12.
HWOBfol.53v.
Parallelüberlieferung:T2 fol.100v.
Druck: Camesina, Glasgemälde 196 (HWOB); Löw, St. Lukas-Zeche 168f. (HWOB); FRA
III/10/3Nr.1629 (T2). –Literatur:Uhlirz,Gewerbe729.
Abervonden schiltern, glasernundmalerna
Anno Domini millesimo quadringentesimo vicesimo secundo an sambstag nach unser
Frawntag Nativitatis komen fùr den rat der stat ze Wienn die maister schiltèr, maler und
glaser und goldslahèr und legten da fùr von ir ordnung wegen, als under andern artikeln
darinbegriffen ist,das sichkainschiltèr,malèrnochglasèr,goltslahernochslechterglasèr,
der prants werich nicht kan, hie zu maister nicht setzen sol, er hab denn sein kunst vor
denandernmaisterneebeweist, das sygerecht sey,wie sichmenigerunversùchtunder in
ze maister gesatzt hab, damit sy pey derselben ordnung nicht sein gehalden worden, und
patendengantzen rat, synochhinfurdapey zehalden.
Alsohatderegenantratgesatztundnachirrbegerungalledie,dieaufdenegenan(ten)
hantwerchen untzher maister gewesen und nicht versucht sein worden, solher irer wei-
sung, die sy getan solten haben, gentzlich begeben; doch also, wer sich furbas nach dem
egenan(ten) hewtigen tag under denselben hantwerhen hieb zu maister setzen well, das
dennder seinkunst vordenandernmaisternbeweisunddieordnungalsohalt, alsdas in
demstatpùchzeWienngeschriben stet.
Alsohabent esdieherren zuainer gedèchtnuss in ir statpùchhaissen schreiben.
d NachT2;HWOB: und. e T2 folgtVerweiszeichen,dasdie auf fol.100v stehendeOrdnungvon1422alsErgän-
zungzudieserOrdnunganzeigt, sieheuntenNr.152.
152 aAm linken Rand daneben: Aber von den schiltern, glasern und malern. – T2 mit Verweiszeichen als Ergän-
zungzuder auf fol.101r folgendenOrdnungausgewiesen, siehe obenNr.151. b h-korr. aus d-.
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
(1364–1555)
- Titel
- Das Wiener Handwerksordnungsbuch
- Untertitel
- (1364–1555)
- Autor
- Markus Gneiß
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20418-3
- Abmessungen
- 17.3 x 24.5 cm
- Seiten
- 674
- Schlagwörter
- Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen