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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 307 -
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Nr.159–162 307 [2.] Auch sullen sy das recht haben, ob ein frawngewant, es sey mantel oder rokch, nicht rechtlich gewaricht ist, das das die vier beschawèr erkennen mùgen, das sol ze wanndel duldennb vir gross Pehemischer phennig, es sey aigen oder frombd. Ist es ai- gens gewant, das des wanndels nicht wert ist, so sol man es verprennen; ist es dann ain frombds gewant, das des wanndels nicht getragen mag, so sol man es auch verprennen und sol der maister, desc das gewand ist, dafùr geben, was die vier beschawer bey irn trewngesprechenmùgen. [3.] Denn von mannsgewant, es seyn rokch oder mèntel oder seidel, was uber das knie raicht,das sol zewanndelgebenviergrass, alsdas frawngewant; itemvonainempar hosenzwengrass; itemvonainsmannsgugelain(en)grassen;dartzùsolmaneinyegleichs par hosen, ee das man es vorriert, die vir maister beschawn lassen, ob es des vernewens wert ist oder nicht. Wer des nicht tùt und koment die vir beschawer darauf, ist es des vernewens wert gewesen, so sullen sy es zetrennen, ist es sein aber nicht wert gewesen, so sol man es verprennen. Dartzù sol ein yegleichs mannsgewant, es sey mantel, rokch oder seidel, hosen oder gugeln, was des unrechtz auf dem hantwerch gewaricht wìrt oder funden, gepùsstwerden, als vondemfrawngewantgeschriben ist. [4.] Auchsol einyegleichgewant,dasmanaufdie jarmèrkcht fùrnwil, eedasmanes inpintet, die vier beschawer sehen lassen, ob es gerecht und gùt sey oder nicht, das arm undreichdesterpasdamitbehaldenwerden. 162. Der Rat der Stadt Wien grenzt die Arbeitsbereiche von Mäntlern und Käufeln voneinander ab. [1378–1430]1. HWOBfol.62v. Druck: Schlager,WienerSkizzenN.F.3339f. –Literatur:Feil,Beiträge244. Aberdermèntlèr rechta Hie sindvermerkchtdie recht, dieder ratderb stat zeWienndenmentlerngemaingege- benhat zuden rechten,die sy eemalngehabtundvonalterherbrachthabent: [1.] Item von erst das kain mèntlèr kainem kewffel walchen, verstechen, aufslahen noch hosen, gugeln zuversneiden sol und auch kainer kewflinn; und was solher sach ist, die also wider den gemain(en) nùtz sind, wèr das uberfert, als oft er das tùt, so sol er vervallenseinzegeben indenratder stat zeWienndreissigphennigunddreissigphennig in ir czech. [2.] Auch ist aufgesatzt, ob ein kewffel oder ein kewfflin ainem mentlèr ein gewant prècht zuarbaittenc, das syverkauffenwolt,undsprech,dasselbgewantwernicht ir,und ob man denn des darnach inne wùrd, das es ir gewesen wèr, dasselb gewant sol dem bur- germaister an alle gnad vervallen sein. Es sol auch ain yegleich mentlèr, dem man solh arbait zupringet, den lewten sagen, die im die arbait pringent, das ein solh satz von dem b -nn korr. aus -m. c Davor irrig: dem. 162 aÜberschrift rubriziert. Links neben der Initiale: Das ist aber der mentler r(echt). b Danach Rasur. c Danach gestrichen: wolt. 162 1 Die Ordnung stammt von der Anlagehand und ist damit Teil des Grundstocks der Handschrift. Z       ,Handwerksordnungen, erwähntdieseOrdnungnicht.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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