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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 308 -
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308 VI.2.Edition rat darauf gesatzt ist, als vorgeschriben ist; tet der mentlèr des nicht, des mag er gegen demrat engelten. [3.] Auch sol kain mentlèr kainen kewffel noch kewfflin kainerlay gewant nicht ar- baitten,eskomdannandiebeschaw,wannsolhgewant,dasandiebeschawnichtkumbt, das wirt fur news gewant hingegeben, und berdent arm lewt vasst damit betrogen, wenn man es auf die jarmerkcht fùrt, und gent auch der stat ire recht damit ab und das ge- schiecht doch hie und alswo vil und genùg; wer aber das uberfùr, den sol der rat darumb pessern. 163. OrdnungderRotschmiede. [1409–1430]1. HWOBfol.64r. Abbildung:Uhlirz,Gewerbe597.–Literatur:Uhlirz,Gewerbe648;Neumann,Kleinkünste 581;Zatschek,Handwerksordnungen27. Der rotsmid rechta [1.] Sich sol kain ratsmid hie zu maister setzen, er pring dann ee urkund her, von dann er herkomen sey, das er sich daselbs eberlich und wol enthalten hab, oder er beweis es hie vor dem rot mit erbern lewten, und das er ein eelich hausfrawn hab und burgerrecht gewinnmit ainemhalbenphuntphennigundgeb in irbrùderschaft auchainhalbphunt phennig. [2.] Und wer ir hantwerch arbait und treiben well, das der andre hantwerch varn lass und sichmit inbetrag, als sy selber tùn. [3.] Was auch die gest irs hantwerchs herpringent, es sey vor den jarmèrkchten oder darnach, das sy dasselb werch nindert verkauffen denn in den hewsern, da sy ze herwerg sind, aber inden jarmerkten sind sydesnicht gepunden. [4.] Syb sùllenauchunder inerwellenzwenmaister,dieerberundgetrewsein,diedie arbait irs hantwerchs beschawn sullen, sy sey hie gemacht oder herbracht, ob die gerecht undgut sey;undwosyarbait vinden,dienicht gerechtundgut ist, die sullen symit ains burgermaisters dyener aufheben undnemen zu der stat hannden. Sprèch aber ainer,man hiet imunrechtlichenbeschawt,undwoltdaswerhgerechtmachen,des sullen sy imstat tùnvordenandernmaisternallenb. 163 aÜberschrift rubriziert. Am rechten oberen Rand: Der rotsmid r(echt). b–b Unmittelbar anschließend mit dunklererTinte, aberwahrscheinlich vongleicherHand. 163 1 Vgl.Z       ,Handwerksordnungen27.Artikel4wurde laut ihmvoneiner anderenHandwahr- scheinlichnach1430nachgetragen.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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