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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 313 -
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Seite - 313 - in Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)

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Nr.166–168 313 [1.] Also welher sich nu˚ fùrbaser hie ze maister setzen welle, der sol urchund prin- gen, von wann er kòmen sey, das er sich daselbs erberlich und frùmklich gehalden und seine lerjar ausgedint hab, oder er beweis das hie vor dem rat mit erbern leùten, und sol auch mit der hand gesmirts, geprochens und gealawnts leder und mit dem fùrbmesser das har ab den heùten ziehen und deichslgeschirr zu rossen und ainstùdlig geslossen zèm undanderding, so zudemhantwerchgehòret,machenundarbaittenkùnnenundander ordnungder riemerhalden,damit sie aufnemenanern, lobundgùt. [2.] Es sol auchain riemernichtmerdennzwenriemerknechttundain(en) lerjunger habenzudemhantwerchundainemnichtmer fùrleihendennauf ainquatem(ber) acht- undzwaintzig pfennig, derworten das sich die armen maister, die nicht urkauff haben, auchdesterpaser genernmùgen. [3.] Auch ist in erlaubt,das si ausgealawntemledermùgenmachen steikleder,halsen undgegenleder,wanmandasyetzgemainclichhabenwil,undsullendas starck,nutzund gutmachen,unddiegealawntenheùtaufdennèrbenabtziehenunddartzùraincklichmit unslid wol smirn. In welhs riemer gewalt aber steikleder, halsen oder gegenleder funden wùrden aus gealauntem leder gemacht, darab der nerb nicht zogen und mit unslid nicht genùgsamlichen gesmirt wer, das sol man zu der stat handen nemen und dem richtter davon sein wandel gevallen lassen; und sullen auch die beschawmaister darauf swern, das also zubesichttenundzuhalden. [4.] Sy sullenauchdabei gesmirts riembercharbaittenandemrigel, dasgerecht,nutz undgùt,alsdasvonalter istherkomen,damitainyeder,derdesbedorff,pei inwisszufin- den,aber sy sullenaimyeden,derdaskaufft, sagen,damiterwiss,waserkauff, gealawnts oder gesmirts. [5.] Was sy anderer ordnung im statpùch geschriben haben, das sullen sya auch hal- den. Doch hat im der rat gantzen gewalt vorbehalden, die vorgnan(ten) stuk und artikl zu verkern, ze mynnern, ze mern oder gantz zu vernichtten, wie und wan sy des verlust an alle irrung. 168. Der Rat [der Stadt Wien] grenzt die Arbeitsbereiche von Riemern und Gürtlern voneinander ab. 1403März24. HWOBfol.68r. Parallelüberlieferung:T1 fol.145r. Druck: FRA III/10/2 Nr.855 (T1). – Teildruck: Uhlirz, Gewerbe 682. – Literatur: Neu- mann,Kleinkünste586. Vonder ryemèrundgurtlèrwegena AnnoDominimillesimoquadringentesimoterciodesnagstensambstagsvorLetare inder Vasten ist in offem rat mit frag und urtail gevallen umb die krieg und stòss, die gewesen sindzwischenden riemernunddengurtlernvon irpaiderhantwerchwegen: [1.] also das furbas die riemer kainerlay gùrteln machen sullen mit hamer noch mit nagelnochmitdemstainvernietundverstrichennochkainandersbeslagenswerchdenn 167 aÜberderZeile von gleicherHand. 168 aÜberschrift rubriziert. Am rechten oberen Rand: [Von der ryemer und gurtler] wegen. Erster Teil durch Zuschnitt desBlattes abgeschnitten.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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