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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 314 -
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314 VI.2.Edition phenwertgùrteln und helbertgurteln, die kind angehorent, die mugen sy mit czin zieren und machen und mit dem stain verstreihen; auch mùgen sy allerlay gurteln machen mit ingestochen ringkenundmit ziermgenètundauchbeslagenanhamerundannagelund auchmitdemstainunverstrichenangevèr.Undwelher riemèrdasuberfert,demwilman das werich nemen und der stat ze nùtz antwurten und wil in dennoch swerlich pessern nacherfindungdes rats. [2.] Sy sullen auch kainerlay ander gurtel auf die jarmèrkcht nicht fùrn denn kinds gùrteln,phenwertundhelbert, undauchgùrtelnmit ingestochenringkenundmit zierm genèt, als vorgeschriben stet, peyderpùs, sovorgeredt ist. [3.] Daengegen sullen all gùrtler hie ze Wienn allerlay gùrtl machen, sy sein besla- gen von eysen, von messing oder von zin, mit hamer und mit nageln, wie in fuglich ist. Dartzù mùgen sy auch gemachen gùrteln mit ingestochen ringken und mit zierm genèt, wie indas allerpesst fùgtoderwolgevellet vor aller irrung. 169. BürgermeisterRudolfAngerfelderundderRatderStadtWienerteilendenRiemerneineOrd- nungaufgrund eines vondiesenvorgelegtenEntwurfs. 1413September19. HWOBfol.68v–69r. Parallelüberlieferung: T2 fol.158r; WStLA, H.A.-Akten 18/15.Jh. (beglaubigte Abschrift durchStadtschreiberHansHofmann,1527–1540). Druck: FRA III/10/4 Nr.201 (T2). – Teildruck: Uhlirz, Gewerbe 682 (HWOB). – Litera- tur:Zatschek,Handwerksordnungen18f. Abervon riemerna Anno Domini millesimo quadringentesimo tredecimo des nagsten eritags vor sand Ma- theustag, des heiligen zwelfpoten und ewangelisten, ist von geschefft und gehaissen hern Rudolfs des Angerueldèr, dietzeit burgermaister, und des rats gemain der stat ze Wienn der ryemer recht mit allen den punten und artikeln, als hernach geschriben stet, in ir statpùchgeschriben,und lauttet vonwort zewort, als hernachbeschaiden ist: [1.] Essolkainriemèrsichhiezemaister setzen,erkùnndenngesmìrtsgeriem,gebro- chens geriem und gelawnts geriem arbaitten mit der hant, und das er urkund herbring, das er sich schon und erberleich daselbs enthalden hab, oder er beweis es hie vor dem rat mit erbern lewten,unddaserauchaineeleichhawsfrawhabundburgerrechtgewinnmit ainemhalbenphuntphennig. [2.] Item sy sullen under in erwellen und nemen zwen maister, die erber und getrew sein,die inderratbestettensol,diedennirarbaitbeschawnsullen,obdiegutundgerecht seyundder stat, lanndundlewtennùtzlichen,alsodas syaufnemenaneren, lobundgut. [3.] Dieselbenzwenmaister sullenauchdieversuchen,die sichzumaister setzenwel- lent, ob symaistermugengeseinodernicht. [4.] Sy sullen ir arbait nindert alswo vail haben denn an der stat, da sy es machent oder irn jarhofzins gebent. [5.] Washiegesessnerodergestdesvorgenan(ten) riemberchsherbrechten,das sullen sy nicht verkauffen noch verarbaitten, es habent ee die zwen maister beschawt, ob es ge- 169 aÜberschrift rubriziert.Amrechten oberenRand: Abervon riemern.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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