Seite - 326 - in Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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326 VI.2.Edition
te, so sollen die anndern seine werkhgenossen nit daraus gezogend, sonder in gewin und
verlust (wiee oben stete)mitleidig sein,wie sichgeburt.
[3.] Welicher aber disen artikhl ainen oder mer ùberfùer, der soll von denen herrn
burgermaisterunndrat, auchdemhandwerch,nacherkhantnußder sachengestrafftwer-
den.
Dochbehalten inenmergemelltf herrnf burgermaisterundratehierinnenbevor, ange-
regt artickhl zumindern, zumernodergar auftzuhebenunndg nachgelegenhaitder leuff
undzeitneuaufzurichteng,wannundalls offt dasdienotturfft erforderth.
183.
Der Innere und der Äußere Rat [der Stadt Wien] verbieten auf eine Bittschrift der Bürgerge-
meindehindieWeinmeisterzeche.
1403April 10.
HWOBfol.75r–v.
Parallelüberlieferung:T1 fol.145v.
Druck: FRA III/10/2 Nr.859, 862 (T1). – Teildruck: Schlager, Wiener Skizzen N.F. 3
354f.; Rechte und Freiheiten 2, ed. Tomaschek Nr. CX (irrig zu 1403 April 17); Schrank,
Prostitution190;Keutgen,UrkundenNr.359.–Literatur:Eulenburg,Zunftwesen1313f.;
Uhlirz, Gewerbe 707; Schrank, Prostitution 1 60; Stolz, Nahrungs- und Genußmittelpolitik
26;Perger,Weinbau210;Opll, Leben2457.
Notaderweinmaister zechunddieweinmaister sullengèntzlich abseina
AnnoDominimillesimoquadringentesimo tercio.
[1.] Item es sol yederman in sein selbs haus schenkchen oder da er jarhoftzins geb
und sol nicht mer darauf geben denn prat und zwival oder aschlech und sol weder im
pret noch aufm pret nicht spilen lassen und sol kain freye tochter in dem keler ir gelt
nicht vertrinkchen lassennoch indemhausnicht sitzen lassendennnùrvordemhaus.
[2.] Auchsolniemantderweinmaisternochderweintrager,dieyetzundgewesensind,
zu sein(em)wein zuvertùnzehilf nemenanalles gevèr.
[3.] Es sullen auch alle kewff der wein, die die weinmaister getan habent, gentzlich
absein, oder sy ziehendieweinhaiman irherwerg.
[4.] Und wer der stukch ains oder menigers uberfert, als offt er das tùt, als offt sol
er vervallen sein zu der stat zway phunt und dem statrichtèr auch zway phunt an allew
gnad;undwerderphennignichtgehabenmag,denwilmananseinen leichnamdarumb
pessern.
Und das ist gerùfft worden des nagsten eritags vor demb osterleihen tag von geschefft
des ynnern und des aussern ratz und der gantzen gemain. Und was den rat und auch die
gantz gemain zudemaufsatz geubtc hat, das stethernachgeschriben:
d H.A.-Akten 5/1545 ursprünglich: ziechen, jedoch gestrichen und darüber: gezogen. e–e H.A.-Akten 5/1545
linksnebenderZeilemitVerweiszeicheneingefügt. f–f H.A.-Akten5/1545 mer-überderZeile,herrn linksneben
derZeile ergänztundmitVerweiszeicheneingefügt. g–g H.A.-Akten5/1545 linksnebenderZeilemitVerweiszei-
chen eingefügt. h H.A.-Akten 5/1545 folgt: Also steet es in gemainer stat Wienn handtwercherordnungpuech
geschriben.
183 aÜberschrift rubriziert. Am rechten oberen Rand: Nota der weinmaister zech un[d] die weinmaister sullen
gen[zlich] absein. Text teilweise durch Zuschnitt des Blattes abgeschnitten. b Danach über der Zeile von anderer
Hand: heiligen. c Korr.
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
(1364–1555)
- Titel
- Das Wiener Handwerksordnungsbuch
- Untertitel
- (1364–1555)
- Autor
- Markus Gneiß
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20418-3
- Abmessungen
- 17.3 x 24.5 cm
- Seiten
- 674
- Schlagwörter
- Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen