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328 VI.2.Edition
[6.] Undwelhermaisterdasvorgeschribennichthaldetunddasuberfert,densolman
setzen indenprangèr1 undvondemweinmaisterambtgantzurlaubhaben.
185.
DerRatderStadtWien erteilt denWeinmeistern eineOrdnung.
1434Februar20.
HWOBfol.76r.
Literatur:Eulenburg,Zunftwesen1314;Uhlirz,Gewerbe708.
AnnoDominimillesimoquadringentesimotricesimoquartoansambstagvorReminisce-
re in der Vassten bey den zeyten herrn Hannsen des Stegèr, burgermaistèr und kellèr-
maistèr,hatder ratder stat zeWiennvonderweinmaistèrwegenaufgesatztundgepoten,
daz dhain weinmaistèr im selbèr dhain(en) wein auf fru˚stu˚kch schenkchen sol denn nu˚r
sein recht pawwein, die in sein(en) gekaufften weingèrten, der er nu˚tz und gewer stet
geschriben, werdent, die mag er im wol auf fru˚stùkch schenkchen nach der ordnung, die
emalndenweinmaisterngemacht ist1.Welhèr abèrdawider tètund imselbèr anderwein
schankt denn vorberùrt ist, den wil der rat swèrlich darumb pùssen und dieselben wein
zuder stathanndennemenanalle gnad.
186.
DerRatunddieGenannten [derStadtWien] verbietendieWeinmeisterzeche.
1441August 31.
HWOBfol.76r.
Druck: Schlager, Wiener Skizzen N.F. 3 392f.; Rechte und Freiheiten 2, ed. Tomaschek
Nr. CXVI (irrig zu 1412); Schrank, Prostitution 1 90f. (irrig zu 1412). – Literatur: Eu-
lenburg,Zunftwesen1314;Uhlirz,Gewerbe629,708.
AnnoDominiMoCCCCoXLIo anphinztagvor santGiligentaghabentdieherrendes rats
undauchdie genantenveraintlich aufgesatzt zuhalden:
[1.] dazmankainenweinmaistermerhaben solweder inder statnoch indenvorste-
tenundyederman solundmag schenkenandieweinmaister.
[2.] Und wer auf frùstukch schenken welle, der sol geben die zweliferin kandl zu den
frustuken und mug daz tùn mit ainem weintrager und mit aim koch in dem lon, der in
vorgesatzt ist, oder mit sein selbs dienern ausrichten. Und wer also auf frustukch schen-
ken wil, der sol voraus in der heiligen Antlaswochen kain frùstùkch geben und an dem
heiligen Weinachttag, am suntag, an Allerzwelfpotentèg, an den hòchsten unser Frawn-
tàgen auch kain frustukch geben weder vil noch wenig in kainer weis, untz daz man pey
der pfarrkirchen gantz gesungen hat; und wer dawider tùt, der sol als oft zu pen verval-
len sein der stat ain phunt pfennig und in das spital1 ain pfunt pfennig und dem richter
LXXIIden., derdenselbendamitnotten sol.
184 1 Pranger, am Hohen Markt zwischen der Front des heutigen Hauses Nr.12 und dem späteren Jo-
sephsbrunnen, vgl.KarteobenS.145;P
, Straßen66.
185 1 SieheNr.184.
186 1 ZumWienerBürgerspital sieheobenNr.37Anm.2.
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
(1364–1555)
- Titel
- Das Wiener Handwerksordnungsbuch
- Untertitel
- (1364–1555)
- Autor
- Markus Gneiß
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20418-3
- Abmessungen
- 17.3 x 24.5 cm
- Seiten
- 674
- Schlagwörter
- Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen