Seite - 329 - in Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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Nr.184–188 329
[3.] Es sullen auch die yetz weinmaister gewesen sein kainn wein noch most kauffen
noch schenken denn die ir aigen pawwein sein; und ob si dawider tèten, so sol derselb
weinodermostder stat vervallen sein.
187.
DerBürgermeister undderRat [der StadtWien] erteilendenWeinmeistern eineOrdnung.
1446August 18.
HWOBfol.76v.
Literatur:Uhlirz,Gewerbe629,709;Perger,Weinbau214.
Anno Domini etc. quadragesimo sexto an phintztag nach unser lieben Frawentag As-
sumptionishabentmeinherrenderburgermaisterundder rat aufgesatztundgepoten:
[1.] das man einem weinmaister nu furbasèr nicht mer ze lon geben sol denn von
ainem fùder VI ß. den., davon sol er geben dem protsneider sein lon und sol auch davon
seingeschierr, tischundkandloderwes erbedorf in sein leytthaus lassen tragen.
[2.] Dann der purger, des der wein ist, sol ain(em) koch geben zu lon vom fuèder
XLden.undaimauftragèr vomphuntVIIIden.undnichtmera.
[3.] Und was die weinmaister von des schenkchens wegen ander ordnung in dem
statpuèchhaben,die sullen sy auchdartzuhalden1.
[4.] Item dem Reispekchen hat man desselben tags urlaùb geben von dem ambt ain
gantzes jar, das ernymant schenkchennochdaraufdien(en) sol inkainwèis, darumbdas
menygklaguber inkomensind.
188.
DerBürgermeister undderRat [der StadtWien] erteilendenWeinmeistern eineOrdnung.
1450Februar28.
HWOBfol.76v–77r.
Literatur:Uhlirz,Gewerbe629,709;Perger,Weinbau214.
Anno Domini etc. quinquagesimo an sambstag vor Reminiscere in der Vasten habent
meinherren .. derburgermaisterunddergantz rate aufgesatztundgepoten:
[1.] Wer nu fùrbaser auf frustuck schenkchen welle, der mùg das tun mit ainem
weinmaister oder mit ainem weintrager oder mit sein selbs diener, doch also, das die-
selben weinmaister, weintrager oder diener des margens zu dem frustukch und darnach
den gantzen tag die zwelfferin kandeln auftragen, fùrsetzen und geben sullen und anders
nicht. Wer des also nicht tète, wèr es ain weinmaister, der sol dann zu stund von seinem
ambt urlaub haben und die stat und der purkfrid verpoten sein ain gantz jar, und dar-
tzu dem richter ain phunt phennig zu wandl; wèr es ain weintrager, den sol man in den
pranger1 setzen und darnach auch die stat und der purkfrid verpoten sein, darein nymer
zukòmen; wèr es aber ain purger oder hantwerher, der wider die ordnung auf frustukch
187 aUnterderOrdnungvon spätererHandmitVerweiszeichen eingefügt: Itemwer auf frustukch schenkcht,der
sol auch imleithaus [danachgestrichen: der] nachdemfrùstukdie zwelifferinkandelgebenodererwirtdarumb
gepùsst.
187 1 SieheobenNr.184f.
188 1 ZumPranger sieheobenNr.184Anm.1.
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
(1364–1555)
- Titel
- Das Wiener Handwerksordnungsbuch
- Untertitel
- (1364–1555)
- Autor
- Markus Gneiß
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20418-3
- Abmessungen
- 17.3 x 24.5 cm
- Seiten
- 674
- Schlagwörter
- Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen