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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 334 -
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334 VI.2.Edition derpene,dareineinyeder, alsofft erdawiderhanndltoder tuetunddasweislichgemacht wirdet, nemblich in unnser camer ain lot feingold, zum paw sand Steffannskirchnn3 ain phundt phennig und unserm statrichter hie auch ain phund phennig unableslich zu be- zallnnverfallnnsein,auchbeyderpeenundstraff inegemelterordnungbegriffendawider getanwerden solle trewlichundungeverlich. [1.] Item zum erstnn so ain mùllner oder mer herchùmbt und sich imd burkhfrid setznn oder niderlassnn wil, der oder dieselbnn solln urkhund habnn und bringnn, oder aber das mit erbrn [!] lewtnn vor ainem rat unnser stat Wienn beweisnn, das sy eelich gepornn sein, sych erberlich gehallttnn und umbs handtwerich gedient haben, das auch ainyeder eineelichsweibhabunddasburgerrechtnachalltmherchòmenundgewanhait unnser stat Wienn gewynne. Desgeleichnn sol es auch mit den mùlkhnechtnn, so auch herchomen und dienen wellnn, gehallttnn werdnn. Und was maister und gesellnn her- chomen,die sollnauchkhundtschaffthabnnundbringnn,das symitdenmullhernnund maisternn,dabey sygedienndthabnn, verraytunderberlichvon inabgeschaidnn sein. [2.] Item man sol auch alle jar auf das benigiste [79v] zwen von den maistrnn des hanndtwerchs zu zechmaistrnn desselbnn handtwerchs albèg zw den Weichnechtnn er- bellnnund furden ratunnserer stathie antworttnn,dieselbnzubestattnn. [3.] Itemobeinmùllnner,derdemhanndtwerichnichtgenossamwère, als vorgemelt ist, ainem mùlherrnn arbaittet, derselb, als offt er das thùt, ist in obgeschribne peen und demhanndtwerch in ir zech sechsphundtwachs verfallnn. [4.] Item es sol chain mùlknecht dhainem, der berurttnn hanndtwerch und brueder- schafftnitgenùgsamistundumbdashandtwerchnitgediennthat,dienennocharbaitten. Welcher aber das thèt und auf in geweist wurd, der ist auch in vormelte peen und puss verfallnn. [5.] Item chain mùlkhnècht sol on sonnder willnn und wissnn der maister an aines maisters stat arbaittnn; so offt aber ainer das uberfùr, der sol umb berurte peen gestrafft werdnn. Auch so ain mùlkhnecht herchombt oder vor hie ist, der von seinem maister er- berlich abschaidet und demselbnn ain anderer maister umb dienste zusprèch, demselbnn sol er zu dienen phlichtig sein. Wo aber der maister dem khnècht oder der khnecht dem maister zu dienen oder zu behaltnn nit gefieell, so sol das yeder dem anndrnn achtag vor, ee der maister dem knecht urlaub gibt oder der khnecht urlaub nymbt, zu wissnn thun,aufdaz sichyetwederdarnachfurzusechnnwisse.Uberfuraberdasdermaisteroder knecht, der soldarumben ingedachtepeenverfallnn sein. [6.] Item so ain mùlknecht oder junger des hanndtwerchs herchumbt und achtag hie gearbait hat, der sol dann fur die zechmaister komen und da furbringnn, wo er umb das hanndtwerch gedint, sich enthalttnn und wie er von seinem maister ainen abschied gethanhab,undsich indie zechkhawffennundderbruederschafft gerechtigkhaitgewin- nen. Welcher maister aber ainen knecht oder junger uber bestimbte zeit hiellt und dem, wieyetz gemelt ist, nitnachganngnwurde,der ist umbobberurtepeenzu straffnn. [7.] Itemes sol auchchainmùllnnerdenanndrnvonseinemmulherrn, auchdhainen knechtoder jungerausdemdienst,dieweil synochnitveraintunddavongemussigt sein, d NachH.A.-Urk.5263;HWOBirrig: nùn. e -gist rechts darunter vonandererHand. 3 ZurStephanskirche sieheobenNr.22Anm.2.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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