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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 336 -
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336 VI.2.Edition 191. OrdnungderBäcker,BaderundFlößerüberdenBezugvonHolz. [um1405/06]1. HWOBfol.80r–v. Parallelüberlieferung:T2 fol.9v. Druck: Feil, Beiträge 280 (HWOB); FRA III/10/2 Nr.1215 (T2). – Teildruck: Ressel, BäckergenossenschaftLXI (HWOB; irrig zu1405Oktober19). Hie sindvermerktdie aufsetzderpekchen,paderundderflotzerumbdas stekchenholtza [1.] Es sol nyemand hinengegen nach holtz gen noch reyten gen Steyr2 noch alswohin, man sol es lassen die gestt herabfùren, so mugen sy es zùgefuren, wa es in allerpest fugt ainemfur seinenhof,was stekchenholtz ist. [2.] Es sol auch czimerholtz und pùhein holtz beleiben an der scheiben, als es von alterherkomen ist. [3.] Es sol auch alles holtz, wenn es an den hefftstekchen kumbt, sten untz an den funften tagdenpurgèrnzekauffen,undnachdemfunften tag somages ainyederflotzer kauffen. [4.] Es sol auchkainhieigerflotzerkainpucheinsholtz stùdelgeweisnichthingeben. [5.] Es sol auch, wer stekchenholtz kauft, da sol man dem armen seinen tail inne- lassen, als vil er sein ze kauffen hat mit beraiten phennigen, im well denn der gast gern porgen. [6.] Es sol auchkainflotzerkainengastnichthalden,diemitdemholtz arbaittent; er sol auchesoffenwarkauffendasholtz, nichthaimlich. [7.] Es sol auch niemand kain zalholtz nicht klieben, die mit dem flachen holtz zu schaffen haben als czimerholtz ist, darumb das die reihen auf haben kaufft, da ist es den andernpekchenundandernhantwerhernzetewrb,dagrosser schadausgegangenist.Aber wann es die armen stekchenkleuber kauffent von den gesten, so mugen sy niemant ge- schaden, wenn sy haben sein als vil nicht ze geben als die reihen, damit wirt yedem man ain rechtes phenwert und den padern; undc sullen auch dasselb klewbholtz in der gross und inder lengmachen, als esdie gest aufdemwasserherabbringentc. [8.] Essolauchkainpaderkainholtznichtkauffen,weder stekchenholtznochzimer- holtz. [9.] Man sol auch all vorderstekchen, mitterstekchen und schiverstekchen klieben undmachenangross, andikchundan leng, als vonalterherkomen ist.Undwerdawider tet, dasmandieselb sein [80v] arbaitnicht vindet als vorgeschriben stet, der sol vervallen sein ze geben der stat zu nutz und frumen funf phunt Wienner phennig an alle gnad; 191 aÜberschrift rubriziert. Am rechten oberen Rand: Hie sind vermerkcht die aufsetz der pekchen, pader und der flotzer umb das stekchenholtz. b Danach gestrichen: ist. c–c T2 nachträglich am unteren Rand der Seite mitVerweiszeichen eingefügt. 191 1 DieungefähreDatierungergibt sichausderStellungderOrdnunginT2.DasvonResselangegebene Datum 19. Oktober 1405 stammt aus der Datierung einer Verwandtschaftsanweisung in T2 fol.9r (FRA III/ 10/2 Nr.1212), kann aber kaum auf die vorliegende Ordnung bezogen werden, vor allem, da hier auch die in T2 gängigeFormel fürDatumsgleichheit (desselben tages) fehlt. 2 Steyr, Statutarstadt,OÖ.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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