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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 340 -
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340 VI.2.Edition ainem pekchen zu pachen andingt, das mag er auch wol auf solh dingen pachen und das demm geben, als er es gedingthat. [12.] Item es sullen auch die purgerpekchen bey irn alten rechten beleibenn und kain(en) taig von der burger taig nicht nemen und auch in der egenan(ten) maisterczech gehorsamsein, als vorberùrt ist. Doch hat im der rat vorgehalten, die obgenan(ten) artikel ze mynnern und ze mern, wie indas ampesten fùgtundwolgevelleto. 194. OrdnungderBäcker. [nach1443]1. HWOBfol.83r–v. Parallelüberlieferung:Wien,ArchivderLandesinnungderBäcker,Urk.Nr.1(Abschriftdurch StadtschreiberFranz Igelshofer, 1541–1576). Druck: Ressel, Bäckergenossenschaft 3–5 (Abschrift). – Literatur: Stolz, Nahrungs- und Ge- nußmittelpolitik20. Derpekchenordnung,die sy swerenzuhaltenaufdie teichungdesmelkaufs [1.] Von erst sich sol kainer auf der pekchen arbait hie ze maister setzen noch das hantwerch treiben, er pring dann ee urchund, von dann er komen sey, das er sich da- selbs frumbklich und erberlich enthalten hab, oder er beweise das hie vor dem rat mit erbern lewten, und das er auch ein elicha weib hab und purgerrecht gewynn mit ain(em) halbenphuntphennigundgeb in ir zechainphuntphennig. [2.] Es sol auch ein yeder pekch das prot auf den kauf pachen nach der teichung des melkaufs auf der melgrùb2, es sey semleins, polleins, rokcheins oder malgùt, als die in demgrossen statpùchgeschriben stet3 undmit irmwissenundwillengemacht ist. [3.] Si sùllen auch under in erwellen vìr maister, die erber und getrew sein und ir ge- rechtikaitvordemrat tùnsùllen,das sidasprot,dasaufdenkaufgepachenwirdet,uberal auf den plètzen und merkchten und in den hewsern und lèden oder wo si das wissenb ze sùchen, besichten, das das nach der egemelten teichung des melkaufs, wie das zu yeder zeit sein gankch hat oder ùber vìrtzehen tag auf der melgrùb gesatzt wirdet, lautter und ungemischt recht gepachen werde, es sey semleins malgùt, pollen oder oblas, yeds nach sein(en) staten, als dieselb teichung gesatzt ist ungeverlich, und sùllen auch auf den kauf allerlayprotpachen,helbert,phenbert, zwaylingundgròssers, auchdenKaltenMarkcht4 halden,alsvonalter istherkòmen.Undwosikaufprotvinden,dasalsonachder teichung m ÜberderZeile vongleicherHand. n WNSBV3,BV2102 folgt: lassen. o WNSBV3,BV2102 folgt: Also stet es indemstatpuchzuWienngeschriben. 194 aÜberderZeile von gleicherHand. b Danach gestrichen: zu. 194 1 Vgl. zurDatierunguntenAnm.3. 2 ZurMehlgrube sieheobenNr.44Anm.3. 3 Gemeint ist die 1443 erlassene Ordnung zur Teichung, also Probebackung, der Bäcker, die eine am MehlpreisorientierteGewichtstabelleenthält,überliefert inEBfol.131r–136v; vgl.dazu(mitLiteraturangaben) obenS.164Anm.1165. 4 ZumKaltenMarkt sieheobenNr.193Anm.1.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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