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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 346 -
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Seite - 346 - in Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)

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346 VI.2.Edition [2.] Auch sullen die fleischakcherknecht, die von den maistern hie ze Wienn gen markcht varent, das klain viech, chelber noch lempèr von den fleischhakchern auf dem lannd, die es furkauffent, nicht kauffen, sunder sy sullen es von den pawrn kaufen auf den mèrkchten, als das von alter herkomen ist; so werdent die phenwert von wochen ze wochen, von jar ze jarpesser. [3.] Itemeinyeglicherfleischhakcherknecht sol seinemmaisterversprechen,aingantz jar zeb diennund sol auchdieselb zeitnicht spilennoch unfùr treiben. Wer es aberdaru- ber tèt, den sol kain andermaisternicht vessennochaufnemen. [4.] Essol auchkainmaisterainenknechthalden,derainweibhat,undsolauchkain knecht im selber nicht arbaitten denn seinem herren oder seiner frawn, und der sol auch denndenczechmaisternwiderraitten. [5.] Undwerder stukchainsodermenigersuberfert, es seymaisteroderknecht, jun- geroder alter, der sol vervallen sein zegebendemrat ainphuntphennigunddemrichter zwenundsibentzig phennig als Wienner munss, als oft er das tùt; ist es ain knecht, dem sol seinherrdartzùurlaubgeben,undwelhermaister indarubernymbtodervessent,der sol auch vervallen sein ze geben dem rat funf phunt und dem richter zwenundsibentzig phennig analle gnad, als oft erdas tut ander andernmaisterwillen. 200. DerRatderStadtWien erteilt denFleischhauernaufderenBitte eineOrdnung. 1431März13. HWOBfol.87r. Literatur:Uhlirz,Gewerbe696. AnnoDominietc. tricesimoprimoaneritagnachLetare inderVastenhatder ratder stat zeWienndenfleischhakcherndu˚rchgemainsnùtzsund irfleissigenbetwillenaufgesatzt und in die hernach geschriben artikel bestètt und in das statpuch geschafft ze schreiben, alsowannainerheyratauf irmhantwerchnachirshantwerchsrechtenundgewonhait,der soldasselbhantwerch selbermitderhanndarbaittenkùnnen,undauchders(elb)maister der fleischhackèr sùn, die das recht haben, die sullen das hantwerch auch selber mit der hannd arbaitten kùnnen, ee daz sy heyraten. Und welher das aber also nicht enchan, der sol das mit in nicht arbaiten noch treiben, ausgenomen die witiben sùllen arbaitten, als das von alter ist herkòmen. Welher aber das hantwerch selber arbaiten kan, als vorgemelt ist,der soldannaufgenom(en)werdenunddasburgerrechtgewinnenmitain(em)halben phuntphennig. Auch hat im der rat gantzen gewalt vorbehalten, die benan(ten) artikel ze verkern, ze mynnernundzemern,wieundwennsides verlust1. b Korr. 200 1 Vgl.dazuauchdieBestätigungdieserBestimmungendurchKönigFriedrichIV.vom24.Mai1445, EB fol.141v;Regest:O   ,Eisenbuch68.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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