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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 357 -
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Nr.210–212 357 [2.] Item es sol auch hinfùr auf irm hantwerch dhain barbirèr, der nicht ain pader ist und ire gerechtikait, als ain ander maister irs hantwerchs getan, gesworn hat, hie nicht aufgenomennochgehaltenwerden, als dannvonalterherkomen ist. [3.] Item daz auch ain yeder pader, meniklich arm und reich, mit padgelt ze nemen schiedlichhalt, damitnyemandbeswèrtwerdeungeverlich. Auchhat imdervorgenantratgantzenundvollengewaltvorbehalten,dieobgemelten artikel irèrordnungzemynnern, zemernodergantz zuvernichten,wannundwieofft in des verlust anmeniclichs irrunga. 212. DerRatderStadtWien erteilt denBadernaufderenBitte eineOrdnung,denKaufvonHolz betreffend. 1475Mai2. HWOBfol.93v. Druck: Zappert, Badewesen 154f. – Literatur: Uhlirz, Gewerbe 723; Zatschek, Handwerk 104. Anno Domini millesimo quadringentesimo septuagesimo quinto des eritags vor des hey- ligenKrewtztagderErfindungkomenfùrdenratder statzuWienndieerbernmaisterdie pader,mitburgerdaselbs,undprachtendafu˚r,wie symerklichbeswernùsshietenvonden mùgistenaus irmhanndtwerchmitdemholtzwerch,dasdiegesstherprèchtenund inaus den hannden fùrkauffeten und vertewreten, damit sy des zu irn notdùrften nicht gehabn noch zu wegen mochten pringen, dadurch sy ganntz verderben mu˚ssen, und paten den ganntzn rat, das sy solh ir merklich und swèr geprechen ansehen und in die genediclich wenndenwolten,damit sy auchholtzwerchgehabenund sy ernernmochten. Also haben mein herrn des rats solh mànngl und geprechen angesehen und den pa- dern von ains gemains nutz wegen ain ordnung aufgesatzt und geben, dabey es hinfu˚r beleiben sol indermaynung: [1.] Wasdiegesstholtzwerchsherbringn,dasdenpadernzu irmhanndtwerchgehòrt unddìnt,das sullendiepader indiegemainmiteinanderkauffenundunder sy tailnund aimyedengeben,waserdesungeverlichzuseiner stubenbedorfzubetzalnhat,unddhai- ner solhen fùrkauf aus in mer hanndln noch treyben sol, damit sich die armen nebenn denanndernpadernauchgenernmu˚gn. [2.] Item ob aber ir ainer oder meniger aus in umb holtzwerch hinauf in das lannd ziehn wolten, so sùllen sy daz in dem hanndtwerch anbringn. Und welh dann gelt mit- schikhen,die sùllentail indemselbnholtzberchhabennachantzal irsgelt,undwelhnicht geltmitschikhn,die sullennicht tail habn in solhmholtzwerch. [3.] Und welha aus den padern die ordnung ùberfarn, den sol man daz holtzwerch, damit sy also verhanndln, zu der stat hanndn nemen und daz zu gemainem nutz der stat anlegen. [4.] Itemb es sullenauchzwenmaisteraus in,ainzechmaisterundainanndermaister, dartzù geordnt und gebn werden, die solhn kauf thùn und machen und den austailn, als 211 aAmrechtenunterenRanddesBlattes vonandererHand eineKustode: nonus sexternus. 212 aAm Ende er-Haken gestrichen. b Davor ein größerer Abstand zwischen den Zeilen, jedoch bis zum Ende derOrdnungvongleicherHand.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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