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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 359 -
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Nr.212–214 359 214. DerRat [der StadtWien] erteilt denBortenwirkernaufderenBitte eineOrdnung. 1428August 7. HWOBfol.95r–v. Parallelüberlieferung:T3 fol.289r. Teildruck: Uhlirz, Urkunden 1 Nr.13.841 (T3). – Literatur: Uhlirz, Gewerbe 640, 677; Otruba,Frauen-undKinderarbeit 149. Derparttenwùrhèr rechtundordnunga Anno Domini millesimo quadringentesimo vicesimo octavo des sambstags vor Laurenti habent die herren des ratz ain ordnung aufgesatzt under den portenwurhern durch irèr vleissigenpetwillen, als hernachgeschriben stet: [1.] Von erst das sich kain portenwurhèr auf tretner arbait zu maister setzen sol, er pring dann ee urkund, von dann er komen sey und das er sich daselbs frumklich und erwerlich enthalten und seine lerjar ausgedìnt hab, oder er beweis es hie vor dem rat mit erbern lewten, und das er auch ain eeliche hausfrawn hab und burgerrecht gewinn mit ain(em)halbenphuntphennig. [2.] Es sol auch nyemant porten machen, das tretne arbait haisst, nùr alain die man- nen, die maister sind, mit irn hausfrawn, die mugen in die arbait wol helfen ze machen, als das mit alter herkomen ist. Aber porten wurhen in spelten, die mùgen die frawn und ander lewtwolwurhenundmachen, als das auchvonalter ist herkomen. [3.] Es sol auch ain yeder partenwurher auf tretner arbait das hantwerh beweisen mit sein selbs hand vor den vìr maistern, die in der rat bestètten sol, ob er seins hantwerhs maister mùg gesein oder nicht, damit dasselb ir hantwerch aufnèm an eren, lob und gùt; und was unrechter, poser arbait gefunden wirdet, die sullen sy nemen und dem burger- maister antwurten zuder statnotdùrft. [4.] Auch sol kain portenwurher sein arbait ze aintzigen portenweis nicht verkauf- fen, nùr stukchweis, ausgenomen die porten, dyeb zu silbrein gesmeid und zu beslahen gehorent, diemugen sywol ze aintzigerportenweis verkauffenund sustnicht. [5.] Es sol auch kain portenwurherknecht, der der arbait phlegen und machen wil, nindert anderswa dienn noch sich [95v] verdingen denn zu ain(em) portenwurcher, der tretne arbaitwurht, undnicht zugurtlernnochzupaineingurtlèrn. [6.] Und sol auch kain portenwurher von kainem paineingurtler nicht seiden noch gadenkauffen,nùr alain ausdengwolbenvonkauflewtenundkramèrn. Auchhat imder rat gantzenundvollengewalt vorbehalten,die egenan(ten) artikel ze mynnernundzemern,wennundwieofft sydes verlust vor aller irrung. 214 aÜberschrift rubriziert.Amrechten oberenRand: Derporttnwurher r(echt)undordnung. b -y-korr.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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