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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 376 -
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376 VI.2.Edition tag bey den arbaittern in den weingarten sein. Tùt er des nicht, so ist man im desselben tagskains taglonsphlichtig zugeben. [107v] [10.] Vonden schaittenunduberstikche Itemes solnyemant in sein selbsnoch inandernweingàrten schaittennochkainenuber- stikch uber ain dawmellen lankch aus den weingarten tragen, denn der weintzùrl sol uberstikchhinderainerdawmellen langeintragen lassenzuder zeit, somanrebenklaubt, und sust nymmer im jar. Und wer das ubervert und daruber uberstikch uber ain dawm- ellen lang in die pùrd reben verpirigt, auf welhem aigen man den begreiffet, es sey fraw oder man, so sol man in dem richtèr oder dem ambtman antwùrten und den durch die zendprennenals ein(en)diepoder lòs sichmit funfphuntphennigenanalle gnad. [11.] Vonderhùterwegene Item es sol yegleicher hùter, wann man hùtter setzt, ynner drin tagen die hùtsewln auf- richtenundmit sein selbs leib teglichendarinnhuttenbey tagundbeynachtundander wansass sitzen und wo zu hùtten notdùrft ist, und sullen dhainem weintzùrl, dhainem burgerknechtnochander yemandenweinper lassen, erbringdanndesherren zaihen,des der weingarten ist, und sol kain weib pey im in der hùtte haben, und sol darumb swern undseingehorsamtùnhiedemrat.Undalsofftderhùtterder stukchainsodermenigers ubervert, als offt sol er den uberreitern, die dartzù gesatzt werden, vervallen sein zwelf phennig analle gnad. [12.] Vonden leskornèrne Item es sol nyemant leskorn in kainer hùt weder vor dem lesen, in dem lesen noch nach dem lesen. Wer das uberfert, so sol yedem mann geurlaubt sein, das man dem leskorner ainphandnemfur zwelf phennig, es sey frawoderman, als offt das geschiecht. [13.] Vondengraserine Itemmansolkaingraserin, alspaldderweingeraitelthat, furbasgrasen lassen,undwer sy zu dem ersten mal begreiffet, so sol menikleichen geurlawbt sein, das man ir ain phandt nemfur zwelfphennig.Wirdt sy abermeniger stundbegriffen, so solmansydemrichter antwurten fur ain schedlichweib,desgeleichenainenmanauchalso. [108r][14.] Helbingvonderhawne Item den helbing von der hawn, den sol der arbaitter von seinem verdìnten taglòn geben undderweintzùrl soldemherrendennicht ansetzennoch raitten. [15.] Vonden,dendieweintzùrl furleichente Itemvonden,dendieweintzurl furleihentunddemfuder lauffent,die solmananvallen, als weit der purkchfrid ist, wa man sy ankumbt, und dem richtèr antwurten. Wèr aber, das der hinlauffer gegen dem weintzùrl in laugen stùnd und des hintz im nicht bewei- sen mocht, so sol der weintzurl dem richter darumb nichts vervallen sein, desgeleichen in andern aigen und dorffern auch also. Wirdet aber der hinlauffer des uberwert, das er menigern angesetzt und entlauffen hat, so sol man in dem richter antwurten und im der statmarchaufsetzen.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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