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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 387 -
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Nr.237–238 387 rechter zeit davon geen und das lon nicht hòhern und in dem rechten satz halden und beleiben lassen, als das von alter ist herkomen. Welher aber dawider tèt, den wil der rat swerleichdarumbpùssen [116v] nachgelegenhaitc der sach. Auch hat im der rat gantzen gwalt vorbehalden, die vorgenan(ten) artikel ze verkern, zemynnernundzemern,wieundwennsydes verlustd. 238. Der Bürgermeister und der Rat der Stadt Wien entscheiden einen Streit zwischen dem Zim- mermannJörg, derGast ist undkeinBürgerrecht besitzt, unddenWienerZimmerleuten. 1455August 19. HWOBfol.116v. Literatur:Uhlirz,Gewerbe726. AnnoDomini etc. quinquagesimoquintodes eritags vor santPèrtlmèstagkamen fùrden rat der stat zu Wienn die erbern maister die zimerleùt gemainclich daselbs und prachten fùr, wie das sich maister Jòrg, der zimerman ausm Strudem1, der ain gast hie wèr und nicht burgerrecht hiet, wider irs hantwerchs gerechtikait und alts herkòmen menigerr grossen merklichen paw hie underwunden und bestanden hiet und in damit ir narung entzùg,wan soltman imdesgestatten, sowoltenandergesstdesgleihenauch tùn,daraus ir verderblicher schad ging, und paten mit im zu schaffen, das sy solicher beswèrung von imundvonanderngessten furbaser vertragenwèrn. Davon so habent mein herren .. der burgermaister und rat der stat hie zu Wienn aufgesatzt, das der egenant maister Jòrg Cristan dem Wissinger2 sein paw, so er von im bestandenundangefengthat, ausrichten sull und furbaser sullenernochandergesst kai- nerlay zimerberch hie nicht mer besteen noch arbaiten, sy haben denn burgerrecht und irshantwerchsgerechtikaithiegewunnennach innhaldung irrordnung,die si vor indem statpuchhabenungeverlich. Doch hat im der rat gantzen gewalt vorbehalden, den vorgnan(ten) artigkl zu ver- chern, ze mynnern und ze mern oder gantz abtzenemen nach gelegenhait der sachen an alle irrung. c H.A.-Akten 48/15.Jh.: gewonhait. d H.A.-Akten 48/15.Jh. folgt: Also stet es in dem statpùch ze Wienn geschriben. 238 1 Wahrscheinlich das Gebiet um das ab dem 16.Jh. Trienter Hof (Domgasse 4/Blutgasse 1, Wien I, Nähe Stephansplatz) genannte Areal, das zwei Häuser umfasste, von denen eines im 14. und 15.Jh. Struden oder Strudem genanntwurde. Ab 1413 warder Struden im Besitzder aus Hessen zugewandertenFamilie Hin- derbach,die es1492andasDomkapitel St. Stephanübergab, vgl. dazuC     , LexikonWien5477. 2 Kristan Wissinger, Ratsherr zu Wien, auch Stadtkämmerer 1452 sowie Steuerherr 1455–58 und 1461/62, vgl.P     ,Ratsbürger259Nr.544.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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