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388 VI.2.Edition
239.
KaiserFriedrich [III.] a)bestätigt aufBitte derBognerdenselbendie vonKönigAlbrecht [II.]
erlasseneOrdnungvom30.April 1438undb) erweitert diese umeinigeBestimmungen.
1481September15,Wien.
HWOBfol.117r–118v.
Teildruck: Feil, Beiträge 282f. – Literatur: Feil, Beiträge 233; Uhlirz, Gewerbe 652; Zat-
schek,Handwerk200;Richter,Hornbogenarmbrust 143.
Derpognerbestètbrief irer ordnung
Wir Fridreich, von Gots gnadn Ròmisch kaiser, zu allnn czeiten merer desa reichs,
zu Hunngern, Dalmacien, Croacien etc. kùnig, hertzoge zu Osterreich, zu Steyr, zu
Karnndtn unnd zu Krain, grave zu Tiroll etc., bekennen fur unns und unnser erbn
unnd tùn kunnd offenlich mit dem brief, das unnser getrew .. die pogner hie zu Wienn
ge[se]ssnn fur unns komen sèinn unnd unns diemutiklich haben bittn lassnn, das wir
in die stukh und artigkl, damit sy unnd ir hanndtwerch von unnserm vettern kùnig
Albrechtn lòblicher gedachtnuss unnd nachmals von unns in kùnigklichn wirdnn in
sonnderhait begnadt unnd furgesehen seinn, genàdigklich zu bestàttn und zu erleuttern
gerùechtn,unnd lauttdesbenanntenunnsers liebnvetternkunigAlbrechtsprivilegi1 von
wort zuwort also:
[a] WirAlbrecht, vonGots gnadnnRomischerkunig, zualln zeittnmererdes reichs,
zub Hunngern, Dalmacien unnd Croacien etc. kunig, erbelter kunig zu Behaim, hertzog
zeOsterreich,zeSteyr, zeKarnndtnunndzuKrain,marggravezuMerhernunndgravezu
Tiroll etc., bekennen, das fur unnser mayestat komen sind unnser getrewn .. die pogner
hie zeWiennunnd legtnunns fur,wie ir vordernunndsydienachgeschribn stukhunnd
artigkl lanng zeit auf irm hanntwerch gehaltn unnd das damit bewart unnd fùrgesehn
hietn,unndrùfftnunnsanmitdiemùtigemvleiss, daswir indievonkunigklichermacht
als herr unnd lanndsfurst in Osterreich mit unnserm brief gerùchten zu vernewen unnd
zu bestàttn, habn wir angesehn unnd bedacht, solh ir vleissige bete unnd getrew dinnste,
die sy ùnnsern vordern loblicher gedachtnuss undc unns unntzther habent getan unnd
hinfur tùn sollnd, unnd habn in dadurich und von gemains nutz unnd aufnemens wegn
irs hanntwerchs dieselbn stukh und artigkl, als die hernach von wart zu wortn begriffen
sind, vernewt und bestàtt, vernewnn und bestàttn die auch von kunigklicher unnd furst-
licher macht wissenlich in krafft des briefs, was wir zu recht daran bestàttn sùlln oder
mùgnn in solher mass, das sy unnd ir nachkomen, die nu furbaser zu ir aller unnde des
hanntwerchs ere, nutz unnd frumen habn unnd gebrauchn unnd dasselb ir hanntwerch
damit bewarn unnd fursehn sulln unnd mùgn nach irn notturfftn ungeverlich. Unnd
sinnddasdieobbemeltnartigkl:
[1.] Von erst wenn ainer unnder in auf irm hanntwerch wil maister werdn, das sol
beschehn mit der anndern maister gunnst und willn unnd wider irn willn nicht; er sol
239 aDanach gestrichen: merer des. b Nach EB und H.A.-Urk. 3509; HWOB irrig: zun. c Nach EB und
H.A.-Urk.3509; fehlt inHWOB. d -o- korr. e Korr. aus hannd.
239 1 Auch überliefert in EB fol.123r–v. Siehe dazu QGW II/2 Nr.2635a; O
, Eisenbuch 58. Ebenso
inseriert imPrivilegKönigLadislaus’ vom25.April 1453 (WStLA,H.A.-Urk.Nr.3509).
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
(1364–1555)
- Titel
- Das Wiener Handwerksordnungsbuch
- Untertitel
- (1364–1555)
- Autor
- Markus Gneiß
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20418-3
- Abmessungen
- 17.3 x 24.5 cm
- Seiten
- 674
- Schlagwörter
- Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen