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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 389 -
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Nr.239 389 auch dann bey in in der Pognerstrass2 sitzn. Unnd ob im erlaubt wirdet, so sol er das erst jar kainen geselln nidersetzn, sonnder alain mit ainem lerjunger arbaittn, unnd sol in demselben jar zway arbmst derselbn seiner arbait fur die maister bringn, das sy die beschaunn ungeverlich. Erfinndet sich dann, das die arbaitt also, das lanndt und lewt, [117v] edlunndunedl,damitbewartunndversargt sinnd, somager furbaserdas annder jar, so ernu istmaister wordn,unndeenicht gesellnnidersetzn,dieder statund imnutz unnd fuegsam sinnd unnd das hanntwerch mit in ùbm und arbaitten als darzu˚ gehart an geverde. [2.] Auchsolerdervorgemeltnarmbstains,daspesst,mitainemgerittertnschieszeug unnsunnddasanndermit ainemslechten schieszeugunnsermanbaldt,demwirdiepog- ner an unnserr statt bevelhn, und in derselben pogner zech sechs schillinng unnd sechs Wiennerphening,auchdenmaisternunndgesellnainmalgebnanwiderredungeverlich. [3.] Es sol auch kain maister unnder den pognern an der anndern wissn unnd willn uber tusent adernunnduber zwayhunnderthornzuainemmalnichtkauffn, alsdas vor- malln unnder in ist gehaltn worden. Geschache auch, das ainer wider der maister willn unnder,wennerdievorgenanntnstukhvolfurthiete,gesellnnidersetziet, sosolerhinach, so er die vorgeschribn stukh nu volfurt unnd der maister willn gewunnen hat, dannoch als lanng alain mit ainem junger sitzn an widerred, als lanng er vor in dem unwilln und widerecht gesessenhate angeverde. [4.] Es sol auchainyder,der aufderpognerhanntwerchmaisterwilwerdn,denann- dernmaisternversprechnbey seinntrewnanaides statt,das er inkainengesellnaltnoder junngenenphromdenochenziechhaimlichoderoffennlichangeverde. [5.] Welherunnderdenmaisternholtzunndnaufainneusoderalts armbstaufslecht, wirdet erdaranbegriffen, so solman imdas armbst voneinander sagenunnder soldarzu ainmarkhsilber inunnserkamerzupenverfallnnseinanallegnad.Obauchainannderr unnder den maistern das wesst und verswig, der sol derselbn pen zu gleicher weis, wo er desuberfallnwirdet, inunnserkamer seinverfallenangeverde. [6.] Geschachauch,dasdiepogner ainerodermenigeroder annderyemannts liessnn hiezuWiennnewarmbstodernewgemechtains [o]dermer fail tragn, somugndiemais- ter, wo dy daran komen, die aufhaltn unnd nemen unnd sulln die dann unnserm anbalt, dem die pogner von unns emphollen sinnd, anntwurttn; unnd ob in die sach zu swar were, so sol in derselb unnser anwald darinn beygesteen, damit sy dester pas bey sòlher gerechtikaitwerdenngehaltnungeverlich. Davon gepietn wir unnsen liebn getrewn .. alln unnsernn haubtlewten, herrn, rittern und knechtn, namlich unnsern lanndmarschalh in Osterreich, .. unnserm burgermaister unnd burgern hie zu Wienn unnd alln anndrn unnsern ambtlewtn unnd unndertanen und wellen ernstlich, das sy die obgenanntn unnser pogner bey solhn unnsern [118r] rechtenn und diser unnserr bestattung ganntzlich lassn beleibnn unnd sy dawider nicht beswarn noch drinngn in dhainerlay weisf oder sy tàttn fravenlich wider unns. Unnd des zu urkunnd gebn wir in den brief versigltn mit unnserm insigl, das wir in unnserm fursstntumb Ostereich gebrauchn, der gebn ist zu Wienn an mitichn vor sannd Philipps unndsanndt Jacobs tag,derheylignzwelefpotn,nachKristi gepurdvirtzehnhunndert jar f ÜberderZeilewahrscheinlich vongleicherHand. 2 In der Nähe des Hofes bzw. der Naglergasse im heutigen ersten Bezirk. Der Name Bognerstraße bzw. -gasse/strata arcatorum ist seit ca.1300belegt, vgl.P     , Straßen25;C     , LexikonWien1413f.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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