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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 397 -
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Nr.245–246 397 [6.] Item welher gesell vir wochen vor sant Michelstag [29. September] alle tag des morgens frueaufstetundbeydemliechtarbaitt,demsoldermaistergebenùberdasyetz- genant trinkgelt und ùber seinen wochenlon ainen wochenlon oder ain par sparrn oder ainparstegraiffundainentagdartzue,daranerdasselbparmachebeyseinsmaistersessen undtrinckhen.Mòchtt er esdes tagsnichtgantzgemachen, somacheshinnachzuander zeit andesmaister schaden. [7.] Item welicher gesell am montag vor dem Vaschangtag [Rosenmontag] des mor- gens frue aufstet und bey dem liecht arbaitt, dem sol auch der maister gevallen lassen ainenwochenlonoder ainpar sparnoder ainpar stegraiff inmassen, als vorgeschriben ist angevèr. [8.] Item so habent all maister und geselln ainhelligclichen gepeten, sew bey der ob- geschriben ordnung also zu halden, und zu gedèchtnùsse begert in das statpuch schaffen zu schreiben,damit sichyeder tail darnachwisse zu richtten. [9.] Und welher maister oder gesell wider die ordnung tu˚t und der obgenan(ten) ar- tigkl ainn oder menigern nicht stèt hielt, der sol darumb gepùsst werden nach des rats erfindung. [123r] [10.] Auch haben wir den vorgenan(ten) maistern den sparern durch irr fleis- sigen pet und gemains nutzs willen irs hantwerchs aufgesatzt, das nu˚ furbaser ain yeder maister nu˚r drey gesellen und zwen junger haben sol und nicht mer, aber mynner mag er wol haben. Und welicher maister auch dawider tèt, den sol man darumb straffen nach des rats erfindung. Doch hat im der rate gantzen gewalt vorbehalden, die vorgeschriben artigkl zu ver- kern, zemynnernundzemern,wieundwenn indes verlusstet. 246. Bürgermeister Hans Heml und der Rat [der Stadt Wien] erteilen den Sporern und Trensen- machernaufderenBitte eineOrdnung. 1478 Juli 11. HWOBfol.123r. Literatur:Feil,Beiträge257;Uhlirz,Gewerbe624,655. Anno Domini MCCCCoLXXVIIIo an sambstag vor sand Margarethntag habnt mein herrn her Hanns Heml, burgermaister, und der rate hie den maistern den sparern und pismachernauf ir vleissigspet ainordnungaufgesetztundgemacht: [1.] also daz die pismacher, waz der yetz hie maister sein, sullen daz handwerch von newem weisn und die stukh machen vor den maistern den sparern auf stegraiffen, auf sparnundaufpisn. [2.] Und welich sich fu˚ran auf dem egnan(ten) handwerch pismacher zu maister set- zen und hie arbaiten wellen, sullen dasselb hanndwerch auch weisen mit den stukhn, als vor stet geschribn; und welher das hanndwerch also weist, der sol alsdann in die zech aufgenomenwerden, als vonalterher aufdemhandwerchkomen ist.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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