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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 403 -
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Nr.252 403 quatemerainselamtsingen lassenmitaufgerichttenprynnundenstekkertzenunddartzue solkòmenainyederbruderunddaselbs zuopphergeen.Welicherdesnicht tèt anredlich u˚rsachundmerklichverhindrung,der sol zupeenvervallenseinainvirdungwachszuder pùchssen. [7.] Item es sol kainer nicht spilln weder zu dem wein noch pei seinem maister mit kainerlai wùrffelspil, ausgenomen in dem pret mag ainer mit dem andern kùrtzweilln oder in den krais oder in den ziegl schiessen, ain spil umb ain slechten helbling. Welher aber andere spil tèt, oder der das von aim sèch oder weste und das verswig und nicht offenwariet, der yeder sol darumb zu peen vervallen sein zu der pùchssen ain halb pfunt wachs. [8.] Itemwelichergesellunder inuntzuchttribynneroderausserhauss,undainerden andernainenhùrrnsu˚nhiezzoderandereverpotneoder intzichtigewortzueredteoderain messer frèflich zukchiet, der ist zupeenvervallen indiepùchsenainpfuntwachs. [9.] Item welher sich unvernuffticlich [!] so vasst ubertrunckh, das er sich davon uneriet, oder trùg ein ùrken oder ein padgelt aus an der andern gesellen wissen, der sol auchals offt zupeenvervallen sein zugebenainvirdungwachs. [10.] Item welher gesell seinem maister oder fraun ir hawsung smèhet oder uneriet, wie sich das begeb, oder gemaine weiber darein fùret, der sol von den andern gesellen allenversmècht sein,hieundanderswo,woerhinkùmbt, so lannguntzdasderselbgesell desselbenseinsmaistersoder seiner fraunwillennachrat frummer leùtdarumbbegreiffet, und soldartzu zupeenvervallen sein indiepùchsenzwaipfuntwachs. [11.] Itemwelhergeselldemmaisteroderseiner fraun,demwiertoderaimandernge- sellen das sein hintrùg oder auf der gassen bei tag oder bey nacht yemandts laidiget oder merkliche unfùr trib, das wissentlich wurde, und von dann wiche, [128r] dem sullen dann dieselben geselln darumb nachschreiben mit der maister wissen, also das derselbig von allen geselln hie und anderswo, wo er hinkùmbt, sol versmècht sein und nicht von im gehalden noch bei im gedint werden in kainer weise, so lanng untz das derselbig an derwillenkùmbtundden,dener ir gut entragenoderdie ergelaidigtthat,darumbnach gleichen, pillichen dingen und nach rat erberc, frummer leùt ein genùgen getan hat; und so das beschehen ist, so sol er dann in die pùchsen zu peen geben zwai pfunt wachs, darumb das er mit solhen sachen all geselln geunert hat. Desgleichen welicher ain pu˚ss hintrùg und von hynnen wandriet, darumb mùgen im die geselln auch nachschreiben, das ernicht gefùrdertwerde,untzdas er irnwillendarumbbegreiffet. [12.] Item es sol kain maister noch gesell ainem andern maister sein gesind oder ge- selln nicht emphròmbden. Wer das uberfert, ist er ein maister, der sol geben zu peen in der maister zech ain pfunt wachs; ist er ain gesell, der sol geben in der geselln zech ain halbpfuntwachs. [13.] Auch sullen all gesellen alt und jung vor irn maistern zu Gotsleichnamstag mit irnkertzenòrdenlich inderprocessgeenGotzu lob.Welherdesnicht tèt,der ist zupeen vervallen einhalbpfuntwachs. [14.] Sy sullen auch irn maistern in allen zimlichen, erbern und òrdenlichen sachen, die dy stat und das hantwerch berùrnt, zu allen czeiten getreu, gehorsam und gewèrttig sein und kainen newen aufsatz under in nicht haben noch machen an der herren des rats wissenundwillen. c Danach einunnötiger er-Haken.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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