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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 411 -
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Nr.257–259 411 [6.] Und wo dieselben zwen maister vindent ain werch, das nicht gerecht ist, es sey hie gemacht oder herpracht, das sullen si nemen und dem burgermaister antwu˚rtten ze nutz der stat und dem richtter sein wanndel davon gevallen lassen. Sprèch aber kainer, man hiet im unrechtlich beschaut, und wolt das weisen, das sullen si im stat tu˚n vor den andernmaisternallen. [7.] Undsol auch ir kainer aufdemlanndnicht stòrn. Doch hat im der rat gantzen gewalt vorbehalden, die vorgenan(ten) artikl ze myn- nern, ze mern oder gantz wider abtzenemen und ze vernichtten nach gelegenhait der zeit undder sachen,wanundwie indes verlust analle irrung. 259. Der Bürgermeister und der Rat der Stadt Wien erteilen den Drechslern sowie den mit diesen in einerZeche vereintenHolzschusternundSchüsslernaufderenBitte eineOrdnung. 1451April 15. HWOBfol.137r. Regest: Uhlirz, Urkunden 2 Nr.15.257. – Literatur: Uhlirz, Gewerbe 642, 689, 713; Neu- mann,Kleinkünste594;Zatschek,Handwerk101. Drèchsl, holtzschùsterund schùsslera Anno Domini MCCCC quinquagesimo primo des pfintztags vor dem heiligen Palmtag habent mein herren .. der burgermaister und der rat der stat zu Wienn den drèchsln daselbsdurch irerfleissigenpetewillenainordnunggemachtundaufgesatzt: [1.] Also welher sich hie auf dem hantwerch ze maister setzen welle, der sol ee ur- chund pringen, von wan er kòmen ist, das er sich daselbs erberlich enthalden und seine lerjar ausgedint hab, oder er beweis das hie vor dem rat mit erbern leùten, und das er ain elichweibhabundburgerrechtgewinnmitaimhalbenphuntphennigundgeb in ir zech auchainhalbpfuntphennig. [2.] Sy sullen auch under in erwellen zwen maister, die erber und getrew sein, die in der ratbestètten solund ir arbait beschaun sullen, obdie gu˚t, gerechtundnùtzlich sey. [3.] Die zwen maister sullen auch die versùhen, die sich ze maister setzen wellen, ob simaistermùgen seinodernicht. [4.] Und welher sich hie ze maister setzen wil, der sol das hantwerch beweisen und machen kùnnen mit der hannd ain angster zu aim virtail, ain tèlirpùchsen zu zwainund- dreissig telirnundain schachtzaglgestain,das alles gutundgerecht sey. [5.] Sy sullen auch ir arbait nyndert alswo vail haben dann an der stat, da sy die machentund irn jarhoftzins gebent. [6.] Und wo dieselben zwen maister vindent ain werch, das nicht gerecht ist, das sul- len si nemen und dem burgermaister antwu˚rtten ze nutz der stat und dem richtter sein wandel davon gevallen lassen. Sprèch aber kainer, man hie[t] im unrechtlich beschaut, undwoltdasweisen,das sullen si imstat tùnvordenandernmaisternallen. [7.] Und was holtz auf dem wasser herpracht wirdet, das zu irm hantwerch gehòrt, welher das under in kaufft, der sol das mit den andern maistern freuntlichen tailln, was ainyederdes zubetzalnhat analles gever. 259 aUnterderÜberschrift: Istvernewtvidelicetverte foliumschueler.DieOrdnung ist gestrichen.SieheNr.260.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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