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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 412 -
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412 VI.2.Edition [8.] Es sullen auch die holtzschuster in der egenan(ten) drèchslzech sein und ain ye- der,dersichhiezemaister setzenwil,burgerrechtgewinnenmitaimhalbenpfuntpfennig undgeb in ir zechainhalbphundphennig.Er sol auchhabeneinelichweibundurkund pringen, von dann er komen sey, das er sich daselbs erberlich enthalden und seine lerjar ausgedint hab, oder beweise das hie vor dem rat. Er sol auch das hantwerch beweisen, ob er maister mùg gesein, und machen kùnnen ain par holtzschùch, ain par hùltzeiner zokeln und ain plaspalg, als dietzeit sit und gewonhait ist, und das sol beschaut werden, obes gùtundgerecht sey. [9.] Es sullen auch die schùssler in der vorgnan(ten) drèchsslzech sein. Und welher damit handelt, der sol auch purgerrecht gewinnen und in ir zech gebn ain halb phunt pfennig. [10.] Was auch die gesst des hantwerchs herpringent inner- oder ausserhalb der jar- mèrkt,dassullensyanoffemplatzvailhabenundverkauffenmèniclichen,wemsywellen, ander egnan(ten) schùssler, drèchsl undholtzschùster irrung. Dochhat imder ratgantzengewaltvorbehalden,dievorgemeltenartikl zuverkern, ze mynnernundzemernodergantzzevernichttennachgelegenhaitderzeitunddersachen, wieundwan indes verlust anall intragundaustzùg. 260. Der Bürgermeister und der Rat der Stadt Wien erneuern die Ordnung der Drechsler, Holz- schuster undSchüssler auf derenBitte. 1469. HWOBfol.137v–138r. Regest:Uhlirz,Urkunden2Nr.15.385.–Literatur:Uhlirz,Gewerbe689. Derdrechsl, holtzschusterund schussler ordnung Anno Domini etc. sexagesimo nono haben mein herren .. der burgermaister und der rat der stat zu Wienn den maistern den dràgslen, holtzschuestern und schùsslern daselbs durch irer vleissigenbetewillen ir ornung [!] vernewtgemachtundaufgesetzt: [1.] Also welher dràgsel sich hye auf dem hantwerch zu maister setzen wèlle, der sol ee urkund pringen, von wann er komen ist, das er sich daselbs erwerlich enthalden und seine lerjar ausgedient hab, oder beweys das hye vor dem rat mit erbern leùten, und das er ain eelich beyb hab und purgerrecht gewinn mit aim halben phund phennig und geb in ir zechauchainhalbphundphennig. [2.] Sy sullen under in erwellena zwen maister, die erber und getrew sein, die in der ratbestètten solund ir arbait beschawen sùllen, obdie guet, gerechtundnutzlich sey. [3.] Die zwen maister sullen albegb auch die versuehen, die sich zu maister setzen wellen, ob symaistermùgen seinodernicht. [4.] Und welher sich hie zu maister setzen wil, der sol das hantwerch beweysen und machen kùnnen mit der hannt ainen anngster zu am viertail, ain telirpuchsen zu zwain- unddreissigk tèlirnundain schachzablgestain,das alles guetundgerecht sey. [5.] Sy sùllenauchc ir arbaitnyndert annderswovail habendannander stat, do sydi machenund iren jarhofzins geben. 260 ae-korr. aus n-. b ÜberderZeile vonzeitnaherHand. c a- korr. aus i-.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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