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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 421 -
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Nr.270–271 421 geselln dester mynner gepunden sein. Wellen denn die hùtergeselln solhen gesellen, die herkomen, schenkchen,als sidanngewòndlichphlegenze tùn,das sullen si tùnanainem veirtagundankainemwerchtagnicht.Desgleichswenndiegesellnvondannwellent zie- hen, ist es an ainem werchtag, so sullen si die hieigen geselln nicht ausbelaitten, sunder irn maistern in den werchsteten beleiben und arbaiten. Aber an den veirtagen mùgen si sewwol ausbelaitten,damit irrmaister arbaitnicht verhindert sundergefùrdertwerde. [5.] Item das auch die hùtergeselln kainerlay aufsatz, straff noch newung nicht set- zen noch machen sullen weder von in selbs noch der junger wegen noch auch dhainerlay samung an fròmbden steten nicht haben; hieten si aber irr sach ichts antzebringen oder austzurichten,dasmùgensi tùnindemrathaws1mitainsburgermaisterswissen ingegen- wurttikait der andern maister. Es sol auch kain maister in seinem haws kainerlay samung noch unfùr, rauffens, slahens noch scheltwort nicht gestatten weder maistern noch ge- selln. Es sullen auch die umbsag[er]a noch nyemand anderr zu solher ir selbs samung nicht umbsagen noch umbsagen lassen. Wer [aber]a solhs uberfert, es sey maister oder gesell, denwilman swèrlichpùssenan leibundangùt. [142v] [6.] Item es sullen auch die geselln weder an dem montag noch an kainem andern werchtag nicht feirn, sunder irn maistern arbaitten und irn lon verdienn. Welher gesell abervonseinselbswegenainentagodermenigernveirnwurde,demsoldermaister dafùr abtziehen, sovil als sich in seimwochenlongeburet. [7.] Auch sol kain maister dem andern sein geselln nicht emphròmbden noch aus seim dinst reden haimlich noch offenlich weder mit anlehen, gab, schankung noch in kainerlay weise. Wer auch wider solhs tèt, das wissentlich gemacht wurde, der sol als offt zu pen vervallen sein zu geben der stat zu gemaim nutz ain phund phennig und dem statrichter zwenundsibentzigphennig. [8.] Item es sullen auch die maister die hùter hie von den gessten kainen hut nicht kauffen noch bestellen zu kauffen in kainer weise. Welher aber dawider tèt, der sol der stat als offt zu gemainem nutz vervallen sein zehen phund pfennig und dem statrichter zwenundsibentzig phennig; und sullen auch die maister ir selbs hùt hie nicht hingeben, sy haben denn die zwen gesworn beschaumaister vor beschawt, ob die gerecht und gùt sein. [9.] Und was si anderr ordnung und gerechtikait von irs hantwerchs wegen haben in demstatpùchgeschriben,dabey sullen si auchgehaldenwerden. Doch hat im der rat gantzen gewalt vorbehalten, die gegenwùrttigen artikl zu ver- chern, ze mynnern und ze mern oder zu vernichtten nach gelegenhait der sachen, wie undwennsides verlust analle irrungundhindernussungeverlich. 271 aBlatt ausgerissen. 271 1 ZumaltenWienerRathaus sieheobenNr.85Anm.2.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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