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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 424 -
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424 VI.2.Edition [4.] Item es sol auch kain leinbater dieselb markchtzeit in seinem haws oder herberg kainen laden nicht offenn haben noch kain leinbat haimlich noch offennleich versnei- den. Aber von gantzer leinbatstùkch wegen, die mag ainer dahaim an seiner herberg wol hingebenundverkauffen. [5.] Item es sol auch kain leinbater an kainem suntag, unser Frawntègen, Zwelfpo- tentègen noch an andern grossen veirtègen kainen laden offen haben noch verkauffen leinbatnochversneidenhaimleichnochoffennleich. [6.] Item so aber solh markchtèg gevallen an Zwelfpoten oder ander heilig veirtèg, so sullen sy vor singtzeit in der pharr nicht vail haben noch verkauffen. Aber nachdem als mangesungenhat, somugensyaufdasLeinbathawstragenlassenunddaselbsverkauffen, untzdasmanvesper verleùtthat. [7.] Welh aber wider die vorgeschriben ordnung handlnt oder tunt in ainem oder menigern artikchln, als offt sy des uberweist werden, der oder die sullen der stat zu peen vervallen sein zugeben fùnfphuntphennigunddemrichter zwenundsibentzigphennig. [b] Auchb alsdie leinbater fùrprachten,wie syvastwurdenbetrogenmit leinbat,dasc die lengunddiepraitnichthietd undsich innennichterfunde alsaussen,undbatenmein herrendarobzusein,dasderselben leinbatwissenntlichkaineaufdemLeinbathawsnicht vail gehabt noch versniten solt werden, und das sy an die end, da man leinbat macht, wo daswèr, schreibenwolden,dasalle leinbatpey inbeschautundbetzaihendwurdemit irm stat- oder markchttzaihen, damit man wesst, von wann solhe leinbat ausgieng. Was aber darùber unbetzaihente leinbat herbracht wurde, die zu small oder zu kurtz oder innen nicht als aussenwèrungeverlich,demsoltmandienemen lassenf. 275. Der Bürgermeister und der Rat der Stadt Wien erteilen den Leinwatern auf deren Bitte eine Ordnung. 1455 Juli 26. HWOBfol.144v. Parallelüberlieferung: WStLA, Sammlungen, Handschriften, A 307 fol.2r–3r (Zechbuch der Leinwater, 2.H.16.Jh. [ZBLW]). Literatur:Uhlirz,Gewerbe735. Vonder leinbaterwegen Anno Domini etc. quinquagesimo quinto des sambstags nach sant Jacobstag im Snit ha- bentmeinherren .. derburgermaisterundratder stat zuWiennden leinbaterndurch irr fleissigen pet und gemains nutzs willen irr handlung hie ain ordnung aufgesatzt, damit si ir zechdesteròrdenlicher inainikaitGot zu lobundder stat zueerngehaldenmùgen, als hernachgeschriben stet: [1.] Von ersten wenn ain gasst in pallen gepunden leinbat herpringt, welicherlay die sey, das er die aufpinten und stukchweise verchauffen sol, damit reich und arm, die da kauffen wellen, nicht werden betrogen, wan das gemainer nutz ist, und solich leinbat, b Artikel etwas abgesetzt vom Rest der Ordnung, wohl ein etwas späterer Nachtrag, aber wahrscheinlich von gleicher Hand. c Danach gestrichen: sy. d -tn gestrichen. e -en gestrichen. f ZBLW folgt: Also steht es in dem stadtpuechzueWiengeschriben,deßainaußzuge inder ladt ligt.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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