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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 425 -
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Nr.274–276 425 so die aufgepunden wirt, stukchweise paser mag geschaut werden denn in dem pallen verpunden. [2.] Itemwas leineinsherprachtwirt,dasdaz innenalsgut sein solals aussen,unddas solich leineins die rechtt mass und leng hab. Welichs leineins aber die rechtt masse nicht hiet oder ynnen als gut nicht wèr als aussen, dasselb leineins sol man nemen zu der stat handen. [3.] Item das ein yeder leinbater, der leineins hie versneiden wil oder versneidt, in der leinbater prùderschafft sey und in ir zech geben sol ain pfund pfennig, und sol ain geschribne stat aufdemLeinbathaus1 haben. [4.] Item ein yeder leinbater, der hie leinbat verschneidt und die von gasts handen kaufft, sol von yedem stukch leinbat, zwilich oder ruphen, nichts ausgnomen, als offt in ir zechpuchsen geben ain helbling, damit dieselb ir zech dester ordenlicher gehalden undgestifftwerde.Welichaberdesnicht tètenunddesuberweistwùrden,die sullenvon yedem stukch leinbat als offt in ir zech vervallen sein ain virdung wachs und dem richter zwenundsibentzigpfennig,das erdamitdenselbennòtten sol, das es alsowerdgehalden. [5.] Es sullenauchdie leinbater jèrlichenunder inzwenerbermannzubeschawmais- tern erwellen und nemen, die in der rat bestètten sol, die dann solich leineins beschaun sullen, sodasherprachtwirt inmassen, als vorgemelt ist. [6.] Doch sullen si kainen newen aufsatz in irr zech nicht machen noch betrachtten anainsburgermaisterunddes ratswissenundwillen. Und dartzu hat im der rat gantzen vòlligen gewalt vorbehalden, die egnan(ten) artikl ze mynnern und ze mern oder gantz abtzuschaffen nach gelegenhait der sachen, wie sew des verlussta. 276. Der Bürgermeister und der Rat der Stadt Wien erteilen den Haarsiebern auf deren Bitte eine Ordnung. 1454Februar23. HWOBfol.145r–v. Teildruck:Feil,Beiträge285.–Teilabbildung:Uhlirz,Gewerbe690. Derhèsiberordnung Anno Domini etc. quinquagesimo quarto des sambstags sand Mathiasabent, des heiligen zwelfpoten, habent mein herren .. der burgermaister und rat der stat zu Wienn den hèsi- bèrndurch irrfleissigenpetundgemainsnutzswillenainordnungaufgesatzt, alshernach geschriben stet: [1.] Vonerstenwelhersichnùfurbaserauf irmhantwerchhiezemaistersetzenwil,der sol urchund pringen, von wan er kòmen sey, das er sich daselbs erberlich und frùmklich enthalden hab, oder beweise das hie vor dem rat mit erbern leùten, und das er auch ain elich weib hab und burgerrecht gewinn nach der stat rechten und geb in ir zech ain halb pfunt pfennig und ain pfunt wachs, und das auch ain yeder maister oder witib irs hantwerchs allequatemer in ir zechpùchsengeb sechspfennig. 275 aZBLWfolgt: Also steht es indemstadtbuechzueWiengeschriben,dessenainaußzuge ligt inder lath. 275 1 ZumLeinwandhaus sieheobenNr.274Anm.2.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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