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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 446 -
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446 VI.2.Edition so sol er umb solh spruch antwu˚rten in recht vor ain(em) munssmaister, und umb ander sachen sol er in recht antwùrtenvor ain(em) statrichterhie zuWiennungeverlich. Actumaneritagvorunser liebenFrawntagderGepurdannoDomini etc. sexagesimo tertio. 293. Der Bürgermeister und der Rat der Stadt Wien erteilen den Krämern auf deren Bitte eine Ordnung. 1463September13. HWOBfol.160r–v. Teildruck:Feil,Beiträge287.–Literatur:Uhlirz,Gewerbe643f.,732;Opll,Zeitverständnis 43Anm.25. Derkramerordnunga Anno Domini millesimo quadringentesimo sexagesimo tercio an eritag nach unser lie- ben Frawntag der Gepùrd habend mein herrn burgermaister und rat der stat zu Wienn den kramèrn gemainclich hie auf ir vleissige bete ain ordnung gemacht und gesetzt, als hernachgeschriben stet: [1.] Von ersten wer krèmerey hie treiben und in ir zech kòmen wil, der sol pringen, das er elich geporen sey und sich frùmklich und erberlich gehalten hab und burgerrecht gewynnen und das er kain anders hanndwerchnicht treib. Item werdas also tun undder zech gerechtigkait gewynnen wil, es sey man oder weib, der oder die person, die hundert phunt phennigwert hat, die geb in ir zech zway phunt phennig und der stat ain phunt phennig; aberwer in ir zechkomenwilundnichthundertphuntphennigwerthat, es sey man oder weib, der oder die geb in ir zech ain halb phunt phennig und der stat ain halb phunt phennig. Auch ain yede obgenante person, reich oder arm, die in ir zech komen wil, sol auchgeben indieselb ir zechvierphuntwachsunddrey schillingzwaintzigphen- nig, die man vor von alter nach irer zechordnung geraicht hat, dadurch ir zech aufnem mitgotsdinstenund inanderweg, als ander zechenhie tun. [2.] Undwanninvongemainsnùtzwegensoldnèrodergeltangeslagenwùrde, sover- mòchten sy solhs ausder zechdesterpas austzerichten, eswermit schiestzewg, armbsten, tatschen, eysenhùetenundanderweer. [3.] Item es sullen auch alle jar von den zechprudern zu den Weinachten vier zech- maister erwelltwerden.Undwelhe sydannerwellent,die sullendasain jarnichtversagen unddas trewlichausrichten,undderrat sol indieselbenvierzechmaisterdartzubestètten, als ander zech sit undgewonhait ist. [4.] Item ob ain kramer stùrb aus irer zech und die fraw ain ander man nèm, der in der zech nicht wèr, der sol sich einkauffen mit vier phunt wachs und drein schilling und zwaintzig phenigen und pring sein herkòmen, als oben ist berùert. Desgleichen ob ain fraw aus der zech sturb und der man ain andrew frawn nèm, die in der zech nicht wèr, die sol sich inkauffenmit vierphuntwachsunddrein schillingundzwaintzigphenigen. [5.] Itemobainkramer sunoder tochterhiedenhanndlderkremerey treibenwolten und ir vater und mùter in der kramerzech wèrn, die sullen in die zech nichts geben dann das sy amerstenburgerrecht gewynnen. 293 aÜberschrift rubriziert.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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