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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 448 -
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448 VI.2.Edition 294. Bürgermeister Hans Heml und der Rat der Stadt Wien entscheiden einen Streit zwischen den KrämernunddenLeinwatern. 1473August 7. HWOBfol.161r. Teildruck:Feil,Beiträge287.–Literatur:Uhlirz,Gewerbe733. Anno Domini etc. septuagesimo tertio des sambstags vor sand Larenntzntag komen fur den rat der stat zu Wienn der kramer zechmaister, mitburger daselbs, an stat irer pruder- schaft der kramer gemainclich zu Wienn und legten da fur, wie die leinbater geplaichte und geverbte leinbat vail hieten und die ellen- und stukhweise verkauffeten, das wider ir als der kramer furstlich freihait und alts herkomen wer, und in wurde auch dadurch ir hanndl und narung entzogen, des sy zu grossem abnemen und verderben kòmen. Daen- gegen komen auch fùr die zechmaister dera leinbatera, mitburger zu Wienn, an stat irer ganntznpruderschafftundgabenfùr,wie indiekramer inirmhanndlmerklichingrifund schaden teten mit dem, das sy kauffeten, vail hieten und verkauffeten leinbat ellen- und stukhweise,dessinichtrechthieten,wannsywernkramerundnicht leinbater,darumbso gehoret in zue,mitder leinbat zehanndln,undnichtdenkramern,wannsyhiessen lein- bater und solten und mochten auf ir freyhait und alts herkomen wol vail haben, kauffen und verkauffen allerlay leinbat und zwilich geplaichte, geverbte und rabe, nichts ausge- nomen, und hoffeten, sy wurden pillich dapeyb gehalten und mit den kramern geschaft unddarangeweist, damit sy indarinnnicht ingrif noch irrung tèten. AlsohabenmeinherrnherHannsHeml,burgermaister,undderratderstatzuWienn baid obgenannt tail entschaiden, dapey es hinfur beleiben sol, das die kramer allerlay ge- plaichte und geverbte leinbat ellen- oder stukhweise wol mugn vail habn und verkauffen und nicht die leinbater, als das ir furstlicher brief und freyhait under anndern seinenc ar- ticln innhalt und sagt. Aber die leinbater mugen alle robe leinbat, es sey zwilich, ruphen oder anndere rabe leinbat stukh- oder ellenweise kauffen und widerumb verkauffen und die kramer nicht, als das irm hanndl zugepu˚rt und die obgenant furstlich freyhait auch nemlichaustzaigt1, getreulichundungeverlich. 294 a–aLinks neben der Zeile von anderer Hand durch Verweiszeichen eingefügt. b Über der Zeile von gleicher Hand. c -n korr. 294 1 Diese Regelung findet sich unter anderem in der Ordnung Herzog Albrechts V. für die Wiener Kaufleute und Krämer vom 23. Juni 1432, EB fol.48v–49r, ediert in Rechte und Freiheiten 2, ed. T        Nr. CXXXIII; Regest: O   , Eisenbuch 54. Vgl. auch die Bestätigung der Leinwaterordnungen durch Kaiser Friedrich III. (HHStA, AUR 1479 VIII 11; abschriftlich auch: WStLA, H.A.-Urk.-Abschr. Nr. LVI; die Texte sind jedoch nicht im Wortlaut inseriert), in der den Leinwatern – entgegen den Bestimmungen von 1473 – auchderHandelmitgebleichtenundgefärbtenLeinwandsortengestattetwird, sieheMonumentaHabsburgica 3, ed.C    333–335Nr.CXLVI.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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