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452 VI.2.Edition
an seinem schaden, was er demselben tu˚t, er sterb oder genes, do sey er nyemand umb
beliben.
[6.] Und ob ainer kòm in ain ander aigen oder in die stat und slueg darinn ainen an
den tod alain, chumbt er ungevenncknùssth auf daz aigen, so sol er es dem ambtman ze
wissen tu˚n, kumbt er daselbs hinwider, so sol in der ambtman ledigen und der burger-
maisteranseinemschaden,obergevangenwùrdeander stat,doerdie tatgetanhat.Wèr
aber,das er esnicht andenambtmannochandenburgermaisterprècht,wùrderdaruber
gevangen, was er daselbs leiden mu˚st, daz sol er gegen dem burgermaister und ambtman
leyden.
[7.] Ob ir ainer gegen den andern ain veintschafft hiet und wolt er denn aus der
stat oder aus ainem andern aigen lewt laden auf desselbigen schaden, derselb sey wandels
beliben nochi yedem mann zwen und sechs schilling phennig, und was sy schaden da
tèten, daz sol er alles verpuessen dem burgermaister; werdent sy aber gevangen und was
syhabent voneysengewanntundauchvonwaffen,daz solbeleibenaufdemaigen.
[163v] [8.] Und daz kainer ainer den anderen haimsuchen sol weder in sein haws
noch an sein haws mit dhainen verpoten worten noch mit dhainer gewaffenter hannd.
Wer daran uberfarenj wirdet, der ist wanndels beliben zwen und sechs schilling phennig,
als oft er es tùet.
[9.] Und wer ainer dem anderen sein tùr oderk venster aufstozzett in gevèr, der sey
auchdesselbenwanndlsbeliben.
[10.] Es sol auchdhainer ainerl demandernverpottenwortt sprechen,die ain(en) an
seinemm lonndt, an seinm ern gentt, und auch kainer erbern frawn nicht in geverde, der
sey auchvervallen zwenundsibentzigphennig zewanndl.
[11.] Undsol auchalle verpotttneo werverpoten sein,die inder stat verpoten sein.
[12.] Syp sullenauchain(en) stàtenambtmanhaben,der solhabenvierknecht, zwen
zudemurfarundzwenzudemviechzehalten,undsullenauchaltzeitwortundseindem
armenalsdemreichenherùberundhinùber von taganzeithintzpirgklokenzeitp.
[13.] Manq sol auchallerlayarbaitter,der sybedòrffenundauchdievon inkauffentt,
die solmanhinùberundherùber fùrenanallen lon;undsagentauchbey iremaidq,wann
gu˚tt gùss sind oder eysgùss, was man in derselben gùss vècht, es sein schnitpawn, zullen-
oder ander holtz, wie das genant ist, daz sol er innen haben vier wochen, es sey ains gasts
oder ains von der stat. Kùmbt er nicht in den rechten tègen, so sind die zway tail des,
der es gevangen hatr und auch behalten hat, und ain tail des burgermaisters. Ist aber, daz
der chùmbt, des daz gùt ist, in den rechten tègen, so sol der, der es gevangen hat, haben
zwen tail und dem, des daz holtz ist gewesen, sol nu˚r ain tail gevallen. Wèr aber, daz es
in gleichem wasser gevangen wùrde, wellicherlay stukch daz wèr, schnitpawns, plòcher,
zullen, wie daz alles genant ist, do sol man nicht mer von nemen den ye von dem stukch
zwen phennig. Wèr aber, daz es ir ainer behielt und das es nicht an dem tag lèg und es
nichtmeldet, der seyvervallen zwenundsibentzigphennig zewanndl.
h Nach BUW; HWOB: ungevenkchtnùss. i BUW gestrichen, darüber von späterer Hand: nach. j BUW:
ùberfarden, -d- jedoch gestrichen. k BUWvon spätererHandüberderZeile ergänztundmitVerweiszeichen ein-
gefügt. l BUWgestrichen. m–m BUWab -emgestrichen. n Danachgestrichen:geett. o BUWgestrichen.
p–p BUWdanebeneine eckigeKlammerundeine 0,Artikelwohl getilgt. q–q BUWdanebeneine eckigeKlammer
und eine 0, Teil des Artikels wohl auch durch Unterstreichung getilgt. Folgt am Rand durch spätere Hand ergänzt:
Item. r BUWgestrichen. s BUW: schyntpawm.
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
(1364–1555)
- Titel
- Das Wiener Handwerksordnungsbuch
- Untertitel
- (1364–1555)
- Autor
- Markus Gneiß
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20418-3
- Abmessungen
- 17.3 x 24.5 cm
- Seiten
- 674
- Schlagwörter
- Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen