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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 459 -
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Nr.300–301 459 germaister diener nemen und das ain(em) burgermaister antwurtn zu der stat handen zu gemain(em) nutz. Sprech aber ainer, man hiet im unrecht beschawt, und wolt das werch gerechtmachen,daz sulln sy imstat tunvon [!] denandernmaisternalln. [9.] Es sulln auch die maister kain flaschn noch ander zùtanew arbait nicht zùma- chen, nùr sy sein vor beschawt, damit sy innen als gu˚t sein als aussn, dadurch nymands betrogenwerde. Dochhat imderratgwaltvorbehalten,dieordnungzuverkeren,zemynnern,zemern odergantz zuvernichten,wieundwannsewdesa verlust analle irung. 301. BürgermeisterLaurenzHaidenundderRatderStadt [Wien] erteilendenBrannt-undHen- gelweinern eineOrdnung. 1481 Jänner27. HWOBfol.168r. Teilabbildung: Uhlirz, Gewerbe 710. – Literatur: Uhlirz, Gewerbe 709; Stolz, Nahrungs- undGenußmittelpolitik28;Brunner,Finanzen134;Otruba,Organisation83f. Derprantweinerundhèngweinerordnunga Anno Domini etc. LXXXIo des sambstags nach sand Paulstag seiner Bekerung habn der edl,vesst ritterherLarentzHaidn,burgermaister,undderratderstathie,meinherrn,den hennglbeiner und prantweiner, irn mitburgern, von gemains nutz wegen und umb auf- nemens irs handls ain ordnung fùrgenomen, aufgesetzt und gebn, als hernach geschribn stet: [1.] Von ersten wellich sich hie niderlassn und den obgnan(ten) handl treibn welln, die sulln das burgerrecht gewin(nen), und yeder habn ain elich weib, auch das recht von der stat kauffn umb IIII tl. den., als in vormals aufgesatzt ist; er sol auch vor den hanndl nicht treibenwedermit schenkhn,vailhabennochverkauffnprantweinnochhènnglbein indhainweg. [2.] Item das auch die kloster noch gesst hie kain(en) auswendigen der stat hie ge- sessn nicht prantwein verkauffn sulln. Ob aber die kloster prantwein oder die gesst, so prantwein herbringenb, wolden verkauffn, das mùgn sy thu˚n ain(em), der burgerrecht hie, oder ain(em) henglbeiner oder prantweiner, der das obgeschribn ir recht hab, und nymands ander. Welh aber dawider tèten, es sein klosterleùt oder gesst, den wil man den prantweinnemenzuder stathanndenanalle genad. [3.] Sysullnauch jerlichzwenerbermannaus inerwellnzubeschawmaisternunddie des nagsten rattags nach Weichnachten ains yeden jars fur den rat hie bringen und da ir gerechtikait thùn,dassydenobgnan(ten)prantwein,alsofftdesnotbeschiecht,beschawn und probieren sullen, ob der gu˚t und gerecht sey, damit nymands betrogen werde. Und wo sy finden ain(en) prantweinc, der nicht gu˚t noch gerecht wère, oder der unbeschawt verkauft wu˚rde, das sulln sy anbringen und der stat hie zu gemain(em) nutz verfalln sein anallewiderred.Sprechaberainer,manhiet imunrechtlichbeschawt,undwoltdas recht 300 aDanachnochmals irrig: des. 301 aÜberschrift rubriziert. b Danach Rasur von ca. zwei Buchstaben. c Rechts daneben von späterer Hand: desnotbeschiht.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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