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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 462 -
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462 VI.2.Edition also ze hallten, das ein yder maister der kòch, so das burgerrecht und irer zech gerechtig- kait hat, allerlai speys und leibsnarung in sein kùchen, so vil er der bedorf, dieselbs zu verkochen und armen und reichen umb gleichen phennig zu geben, einkauffn mùgen, doch so sullen sy mit solhem irem einkauffen nymands nit uberhellffen, und auch das widerumbaus irerkuchen,behawsungen, inawenoderandernenndenrabsnichtverkauf- fen in dhainer weyse. Welher aber das uberfaren und mit solher raber speys die weytter zu verkauffen begriffn wùrde, dem sol der statrichter dies(elb) speys nemen lassen und im darzue zwenundsibentzig phennig zu wandl und der stat zu gemainem nùtz zu peen geben II tl. den. Dochhat imderobgenannt rate vorbehallten,denbemelltenartigklundordnùngzu verkheren, ze mynnern, ze meren oder gantz abzuthun und zu vernichten, wann und als oft indes verlusst getrewlichundungeverlich. 304. DerRatderStadt [Wien]erteiltdenWildbretern,HühnereirernundFragnerneineOrdnung. 1486. HWOBfol.170r. Parallelüberlieferung: WStLA, H.A.-Akten 167/15.Jh. fol.2r–3r (beglaubigte Abschrift durchStadtschreiberHansHofmann,1527–1540). Derwiltpretter, hùnrairerunnd fragnerordnunga AnnoDominimilesimoquadrigentesimooctuagesimosextobeyzeitenhernSteffanEen, burgermaister,habnmeinherrndes ratsder stathiedenwiltpretern,hùrrairernundfrag- nern durch gemains nutz und irs aufnemens willn ain ordnung gemacht und gegebn, als hernachvolgte: [1.] Vonerstdasainyeder, es seymanoder fraw, sodenhanndlanoffemmarkhtoder in ladnen oder anndern ennden in der stat oder in den vorsteten ùben und treibn, in irer zech und bruderschaft sein sollen und, so ansleg oder robat auf den hanndl beschehen in veldoder in anderweg,darinnmiteinander leidnyedernach seimvermugen. [2.] Itemwelhsolhenhanndl tribnnanoffenpletznoder làdnenodersunst in irnher- bergen und stete wonung hie haben und irer zech und bruderschaft gerechtigkait nicht hieten,dennenmugnsy irephennbert aufhebnnundzuaimburgermaisterbringenb und antburtten und ain burgermaister sol an ains rats wissn nichtz damit hanndln, sunder nachains rats erfindung. [3.] Item es sol auch ain yeder, der sich des hanndls betregtt, burgerrecht gebin- nen und daz vor burgermaister und rat sweren, als von alter herkomen ist, und an den markhtttègn, ee man den fan abnymbt, nicht kauffn, desgleichs an andern tègen nichtz furkauffn und aim yeden sein gu˚t under die gemain an den pletzen hingebenn lassen, damit armer und reicher zu kauffn finden und durch den furkauff nicht beswertt wer- den. Und wann man den fan abnymbt an den markhttogn, mùgen sy auch kauffn, doch beschaidnlich die phennbert an dem markhtt nicht vertewern und den lewttn widerumb aingeleichsphennbert gebn. 304 aÜberschrift rubriziert. b b- korr.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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