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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 465 -
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Nr.306 465 ùbergeben; derselb maister soll auch solch fùer von stund an annemen, in aigner per- son verrichten und dem, so ime die fuer zuegestellet und mit krannckhait oder annder eehafftennotbeladenwàr,halben tail gewinsùberannttwortenoder ervollgen lassen. [5.] Zumfùnfften soainmaister ain fuer angenomennhatund imenochannder fùer auchzùestùenden,solervorvolenndungdererstangenomenfùerkainannderefùeranne- men, sonnder auf annder maister, so kain fùer haben, weysen und also zwischen inen ain gleichaitgehalltnunndirkhainemvondemanndernainichfuerabgedrungenoderdurch sonnderpracticenunnderstanndenwerdn,dasainerdiseoder jhene fuerdemanndernzu nachtail an sichkherenoderwenndenwollte. [6.] Zum sechsten sollen die schefmaister mit der belonung nyemannds ubersetzen noch wider die billichait beschwaren, darzue [171r] in aines yeden freyen willen steen, ime selbst ainen scheffmaister zu erkyesen und zu bestellen, doch das derselb maister alsdang vormalskainanndere fuerangenomenhab, sonnderdamitobberuertermassnge- halltn unnd diser entschid oderh ordnungh weder von maistern noch knechtn uberfarn werde,allesbeyvermeydungder straff, soburgermaisterundratedenenubertretternumb yedeverprechungzuyeder zeitnachgelegenhaitder sachenauflegenwùrden. Undi inallwegsollburgermaisterundratebevorsteen,obberuerteordnungzemeren, ze myndern, aufzuheben oder gar zu vernichten, wann und als offt inen solches fùegen und sy fùr gùet ansehenwil ongeveri. [b] Verrer hat sich der hochgelert herr Sebastian Rigl4, doctorj, als innhaber und ver- wallterdes làrnpecherambtsk inendenenschefmaisternzuguet eingelassenundbewilligt: [1.] das sy die schef, so auf dem wasser alher khomen (soverr er die selbst, so ime die angesagt werden, nit kauffen wolte), zu irem nutz erkauffen unnd annemen mògen. Hinwiderumb welch schefmaister ùbrige schef heten und verkauffen wollten, dy sollen sy benanntten làrnpecher auch zul yeder zeitl anpieten, unnd soverr er dieselben schef in zymblichemkaufnit annemenwolte, somògensyverrerm durchsydie schefmaisterwem sygelusst verkaufft unnddorandurchden larnpechernit verhindertwerdn. [2.] Itemwodes làrnpecherdienerdie schefmaister inkauffungoderverkauffungder schefzuherrthalltnoderuberschetzenwolte, sosollensyesn benannttemo verwallterdeso larnpecherambtsp selbst gùeter maynung und auf das glympflichist anzaigen, der wirdet sich alsdann gepùrlich zu hallten wissen. Wo sy aber darùber noch beschwàrt wùrden, mùgen sy bey burgermaister und rate hillf sùechen, damit verrer was billich gehanndlt werde. g H.A.-Akten 42/16.Jh. a ursprünglich: derselben zeit, aber gestrichen und darüber ergänzt: alsdann. h–h H.A.-Akten 42/16.Jh. a links neben der Zeile ergänzt. i–i H.A.-Akten 42/16.Jh. a links neben der Zeile ergänzt. j H.A.-Akten42/16.Jh. a folgt gestrichen: demvonRo(misch)ku(niglicher)m(ajesta)t, unsermaller- g(nedigsten) herrn, als herrn und lanndsfursten das, über der Zeile ergänzt: als innhaber und verwalter des. k H.A.-Akten 42/16.Jh. a folgt gestrichen: verlihen. l–l H.A.-Akten 42/16.Jh. a über der Zeile ergänzt. m H.A.-Akten 42/16.Jh. a folgt gestrichen: von denen, über der Zeile ergänzt: durch sy die. n H.A.-Akten 42/16.Jh.a folgt gestrichen:dem. o–o H.A.-Akten42/16.Jh.anachträglichergänzt. p H.A.-Akten42/16.Jh. anachträglich ergänzt: -ambts. 4 ÜberSebastianRigl istnicht allzuvielbekannt.Wahrscheinlich istdasdieselbePerson,die imJahre 1510 indenMatrikelnderUniversitätWienalsStudent (SebastianusRigel exVienna)derRechtswissenschaften auftaucht; ein Randvermerk weist ihn als Doktor beider Rechte aus, vgl. Matrikel der Universität Wien 2/1, ed. S       –G   366. Eine Urkunde, bei der ein Sebastian Rigl als Siegler auftritt, bezeichnet diesen eben- falls als doctor beder rechte, siehe WStLA, H.A.-Urk. Nr.6339; vgl. QGW II/4 Nr.6339. Wie lange Rigl das Lärenpecheramtbekleideteundwannergestorben ist, lässt sichnicht sagen.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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