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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 466 -
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466 VI.2.Edition [3.] Item das aber die schefmaister ainer dem anndern schef leyhen und dardurch demlàrnpecherambt zunachtail hanndlenwolten,das soll nit gestattwerden,dannes ist offennbar und nyemands unbewist, das die schef, so man gen Hungern braucht, nit mer heraufkhomen,dasmansydem,der sydargelichen,widergebenkhonntte;unddemnach soll obberuert anlehen der schef ganntz abgestellt sein, wieq dann solchs verschiner zeit durch weylannd khay(serlicher) m(ajesta)t lanndhofmaister, marschalch, canntzler und regennten zu recht erkhannt, auch nachvolgend durch yetziger khu(niglicher) m(ajesta)t grosscanntzlerundhofrat zuabschidgegeben ist, alles trewlichongeverq. 307. Bürgermeister Christoph Haiden und der Rat der Stadt Wien erteilen den Schiffleuten auf derenBitte einenZusatz zuderenOrdnung. 1552September19. HWOBfol.171v. Der scheffleùtordnungzuesatz AnnoDominimillesimoquingentesimoquinquagesimosecundoammontag,denneun- tzehenden Septembris, haben die edlen, ernvesstn, hochgelertn, ersamen, hochweisen herrnCristoffHaidn,burgermaister,undderratderstatWiennaufanrueffenundsuppli- cirnder schifleùt,burgeralhie,undetlicherherrncomissarii zudiser sacheninsonderhait verorndtdarauferfolgtenbericht,nachvolgendearticl zu irder schifleùtordnungzusetzn undinenaustzùgdavonzugebenbevolhen, sichderselbenbeyder straffdarinnenverleibt wissen zehallten: [1.] Erstlich sollen all schifleùt sambt iren khnechten alle articl in irer ordnung des verschinen ainunddreissigisten jars aufgericht und im stattpuech eingeleibt1 halten und denselbenallerdinnggeleben. [2.] Zum anndern nachdem ettlich Hungern und Ràtzn sich unndersteen, flòß und schef alhie zu khauffen, darauf sy dann ire und andere frembde gùetter laden und wekhfùeren, daraus aber den hieigen maistern grosser abbruch irer narung erfolgt, zu furkhumbung solicher unbillicher handlung soll furan khain Hunger noch Ràtz frembde gùetter auf sein erkhaufften floß oder schif aufladen noch wegkhfùern, aber seine selbs aignegùettermagain jeder, soder fuerkhùndig,woll selbs fùeren. [3.] So ist auchallen schifleùten,maisternunndkhnechtenzugleich,hiemit auferlegt bey straff aineshalbenphundwaxoderdarfur sechskreitzer,das ir jederden jerlichen jar- schillinng zuordenlicher zeit unndwann inenangesagtwirdet erlege, sy auch samentlich zu dem gebùrlichen gotzdienst oder sonnst zur versamlung, wann dieselb inen durch ge- meltenherrnburgermaister erlaubtwirdet, verfùegenunndonGottesgwalltoderannder ehafft ursachen nit aussen beleiben bey obgemelter straff. Beschließlich sol solich gellt, so jerlich erlegt wirdet, durch die ordenlichen gesetzten zechmaister verraitt, auch der q–q H.A.-Akten 42/16.Jh. a nachträglich ergänzt, folgt: Also steet es in der von Wienn ordnungpuech geschri- ben.Undauf irder scheflewtanlangen ist inendurchobbenanntburgermaisterundratedieser auszugzugeben verschafft, verferttigtmit gemainer statWiennklainemin(sigel), furgedenckht seinerbeschawammontag,den 7.August anno [15]31. 307 1 SieheobenNr.306.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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