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472 VI.2.Edition
[19.] Itemwennderpinnter ainerodermenigerumbholltzbèrch,das zu irmhanndt-
bèrchgehòrt, genPayern2 schikhenund irgelltdarumbwagenwellen,das sulln syalsoft
den anndern maistern in der zech ze wissen thun. Welh dann ir gellt mitschikhent und
das holtzberch, das sy allso bestellènt, wenn das herprach[t] wirdet, das sullen dieselben,
diedas allsomit irmgutbestellethaben, [177r] miteinannder tailnundsinddesmitden
anndern, die ir gellt nicht mitgeschikht habent, nicht schulldig ze tailln; aber was holtz-
berchs ungeverlich uber jar von den gestn herbracht wirdet, welh das kauffent, das sulln
sy mit den anndern taillen und jedem sein(en) tail, der des begèrtt und zu betzalln hat,
vollgen lassenongever.
[20.] Item das vier maister des pinnterhandtberchs in der stat seinn und allerlai ze
aintzigs assech machen mùgen, aber sy sullen das an khainem margktag vail haben noch
kain zbipodnnigs assech machen; und wann ir ainer abgeet, so sollh man ainen anndern
armen maister, der sich vor der stat nicht generen mag, an des abgangen stat nemen und
setzen lassen, als oft sichdas gepurdt.
[21.] Item was auch von hinn abwerts gen Hungern gefurt, die sulln nynndert
annderswo gekauft werden den von den hieigen pinntern, die dann mit denselbn von
Hungern zu ain(em) burgermaister geen und die vass ansagen und an erlaubnuss ains
burgermaisterunddes ratsnicht vondann fuern lassen.
Doch hat im der rate ganntzen gewallt vorbehallten, die egemelten arttigkhl zu ver-
kheren, zemynndern, zemereni.
311.
Der Rat der Stadt Wien lässt auf Bitte der vier Zechmeister der Schuster eine von König Ma-
ximilian[I.] fürdieselbenerlasseneOrdnungvom7.Jänner1494indasStadtbuch schreiben.
1495Februar10.
HWOBfol.178r–v.
Literatur:Uhlirz,Gewerbe712;Opll,Zeitverständnis 46Anm.87.
Annoa Domini millesimo quadringentesimo nonagesimo quinto des eritags nach sand
Apolonientag, der heiligen junkhfraun, komen fur den rat der stat zu Wienn die erbern
ThomanPrukhner,MichelSpannberger,HannsZeùnkhlundConntzZeindldie schues-
ter, diezeit all vier zechmaister desselbn hanndwerchs, mitburger daselbs zu Wienn, fùr
sich selbs und anstat der anndern maister hie, irer mitwerchgenossen, und brachtn da
mit in furvonunnsermallergenèdigistenherrndemRòmischnkùnigainbestàtundcon-
firmation ettlicher artigcl, die sy mit gùter gewonhait auf irem hanndtwerchs herbracht
hieten,undbatendieselbnbestàtundconfirmationzuverlesenundzuhornundalsdann
zu anndern òrdnungen und gerechtigkaitn ires hanndtwerchs in das statbùch zu schrei-
ben; daz der egemelt rat auf ir vleissig bete getan, die benanten bestàt und confirmation
verlesen, gehòrt und in das statbùch inzuschreibn geschaft hat, und laut von wort zu
wortnalso:
h -e radiert. i Danach von anderer Hand: wie in das am pesten fuegt und verlust. Unterhalb der Ordnung von
zeitnaher anderer Hand: Nota des aufzaler ordnung ste[t] geschribn hindn in dem buech folio 136. Siehe oben
Nr.257.
311 aÜberdemgesamtenEintragmittig von spätererHand: Vonschuestern. SiehedazuobenS.67.
2 Bayern,Deutschland.
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
(1364–1555)
- Titel
- Das Wiener Handwerksordnungsbuch
- Untertitel
- (1364–1555)
- Autor
- Markus Gneiß
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20418-3
- Abmessungen
- 17.3 x 24.5 cm
- Seiten
- 674
- Schlagwörter
- Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen