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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 478 -
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478 VI.2.Edition terundratezugemainemnutzder stat anntwurten,darzùsolmandannochdenoderdie, dabey sòlhungerechtkhotzengefundenwurden,pùessennachdes rats erfindung. [9.] Symùgenauch inder stathie zuWiennandenennden,da inburgermaisterund rate auszaigenwerden, ir kotzenvail habenunddieganntzoder zuersnitenverkauffen. [10.] Es sol auch ain yeder maister nicht mer dann ain(en) lerjunger haben, der auch elichgeborensein sol,unddenselbenvordenmaisterndingenundhynder [182v] dreyen jarnnit aufnemen. [11.] Es sol auch dhain maister mer kotzenwoll fùrkauffen dann alain nu˚r so vil und waserderzuseinerwerchstatbedorffundselbsverarbaitenmagtreulichundungeverlich. Dochhat imder ratgwalt vorbehalten,dieordnungzuverkern, zemynnern, zemern odergantz zuvernichten,wieundwann indes verlusst onalle irrung. 314. OrdnungderTuch-undKotzenmacher. 1530Mai27. HWOBfol.182v–184r. Literatur:Thiel,Gewerbe451;Zatschek,Handwerk156. Derdùech-undkotznmacherordnunnga AnnoDomini etc. quingentesimotricesimoan freitag,den sybenundzwaintzigistenMay, bey zeiten des ersamen, fursichtigen, hochweysen herren Wolfganngn Trew, burgermais- ter, und des rats der stat Wienn ist denen erbern maistern, gesellen und knappen der duech- und kotznmacher hanndwerch zu Wienn auf ir vleissig bittn zu aufnemung irer hanndwerch und umb gemains nutz willen dise nochvolgennde ordnung furgehaltn und aufgesetzt: [1.] Erstlich das sich niemands diss hanndwerchs zu maister setzen soll, er bring dan ee urkhundt, von wannen er khumen und das er eelich geborn sey, oder er beweyß es hie vor ainem ersamen rate mit erbern lewttn, das er sich auch an denen orttn, von dan- nen er khumen, erberlich und frumbklich gehalltn, seine leerjar redlich außgedient und aineelichweibhab, auch seinmaisterschafftnachhanndwerchsgewonhaitbeware,unnd furtterburgerrecht annemen,wie sichgebùrt. [2.] Item wann ain gesell des hanndwerchs herr gen Wienn gewanndert khumbt, der sollumfragenzumzechmaisterundbitten,daser imerlawb,ainenpottnnachdemelltistn gesellen zu schickhenumbarbait. [3.] Item ain jeder, der anndern ennden ain eelich weib hat, soll hie auf dem hanndwerch nicht gefurdert werdn, allain er bring genuegsame khundtschafft, das es mit derselben seinerhawsfrawenwissen,willenundzuegebenbeschehe. [4.] Itemkaingesell soll imselberumbarbaitumbfragennoch schawenausserwillen undwissenderelltistngeselln.Woaberainerdarubererfarnwurde,der sollumbainhalb phundtwachs indie zechladgestrafftwerden. [5.] Item wann ain gesell diss hanndwerchs herkhumbt, der vormals hie nit gearbait hat, den haben erstlich die zechlewt zu fragen, wo er das hanndwerch gelernt, ob er des- selben redlich und von wann er sey. Und so verrer sich befindet, das er des hanndwerchs 314 aAmlinkenRanddanebenvonzeitgleicherHand: 1530.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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