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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 489 -
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Nr.319–321 489 Darauf die obberùrten mein genedig herren .. stathalter und regennten geschafft und bevolhen haben, es sùlle bey der verber freyhait beleyben und der entschaid allermassen, wievorbegriffen,bisaufegemelterkùnigclichermajestat,unnsersallergnedigistenherren, zùkunft durch die hùeter und verber also gehalten und auch unntz auf dieselb zùkunft eingeschribenwerden. Actum an eritag nach sannd Johannstag, gotstauffer, des obgestimbten sybenund- newntzigisten jars. 321. Bürgermeister Paul Keck und der Rat der Stadt Wien bestätigen auf Bitte der Barchent- und Leinweber einen Artikel, die Aufnahme neuer Meister betreffend, und lassen diesen in das Stadtbuch schreiben. 1497Dezember7. HWOBfol.189v. Literatur:Uhlirz,Gewerbe676. Derparchanterund leinweberbestètt etlicher artigkl AnnoDomini tausentvirhundertunnd indemsybenundnewntzigissten jare anphintztag nach sanndNiclastag,desheiligenbischoffs, kamen furdie ersamen, fursichtigen,weisen herrn hern Pauln Kèkhen, zu den zeiten burgermaister, unnd den rate gemain der stat Wienn die erbern maister die parchannter unnd leinwèber gemaingclich daselbs unnd patendieselbenherrn,das sy in zu irer vorgegebenordnungdiehernachgeschribenarticl bestètten unnd in das statpuch zu schreyben schaffen wolten, das dieselben herrn durch irer vleissigen bete unnd aufnemen willen irs hanndwerchs gethan haben, und lautten dieselbenarticl also: Item es sol nù furan ain yeder, der auf irm hanndwerch maister werden unnd sich hie zu maister setzen wil, urkhund bringen, das er seine lerjar bey ainem maister irs hanndwerchs, der hie oder annderswo in ainer zech ist, unnd sunst bey khainem ann- dernredlichunndaufrichtigclich, als ainemfrumen lerjunger zugeburt, ausgediennthab. Item darnach sol er zu der maisterschafft ainen stul aufslachen, darinn ain news zewg anziechen unnd daraus wurchen. Sechen unnd erkhennen dann ir zechmaister oder das hanndtwerch,das erdie arbait gutundgerechtgemachthatunnddashanndwerchgnug- samlichkan, sosol eralsdannzumaisterunndin ir zechaufgenomenwerden,dochdaser zuvoran, eeer zumaister angeet, indieselbzechzuhannden irsgotsdiennsts zwayphund pheningunnddarnachallewochenainenhelbing indie zechraichenunndgeben,dartzu auch all unnd yegclich vorig unnd yetzig ir ordenung unnd gut gewonhaiten zu halten verwilligen sol. Wo er aber in anfanng der benannten zwayr phund phening zu geben nicht vermòcht, sol im alsdann zu betzalung derselben von dem hanndwerch zimlich tèg unnd frist gegebenwerden. Doch hat im der rat ganntzen vòlligen gewalt vorbehalten, die egenannten articl zu verkheren, ze mynnern, ze mern oder ganntz abzenemen, wie unnd wann in des verlusst analle irrungungeverlich.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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