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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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490 VI.2.Edition 322. BürgermeisterPaulKeckundderRatderStadtWiengrenzendieArbeitsbereichevonMüllern undBäckernvoneinander ab. 1497November28. HWOBfol. 190r. Parallelüberlieferung: Wien, Archiv der Landesinnung der Bäcker, Urk. Nr.2 (beglaubigte Abschrift, 1.H.16.Jh.). Druck:Ressel,Bäckergenossenschaft 6f. (Abschrift). Literatur:Uhlirz,Gewerbe693;Opll,Zeitverständnis 37,43Anm.31. Dermùllner, pekhenund irerknechtordnung Anno Domini millesimo quadringentesimo nonagesimo septimo des eritags nach sannd Kathreintag, der heiligen junkhfrawn und martrerin, haben die herrn her Paul Kekh, zu den zeiten burgermaister, und der rate der stat Wienn durch gemaines nutzs und aufne- mung beder hanndtwerch der pekhen, auch irer knecht, und der mùllner willen, nach verhòr irer zwitrècht, die sy von wègen des melbeln, schrotten, wasserpewtl und pachen miteinanndergehabthaben, sòlicheordnungaufgesatztundgemacht: [1.] Von erst das nu˚ hinfùr die mùllner nicht melbeln noch in selbs schroten sòllen, sonnderdenpèkhenunndmelbln, als esdannvonalterherkòmen ist. [2.] Item die mùllner sòllen auch abthu˚n die wasserpewtl und nu˚ fùran das melb durchdiehanndtpewtlpewtln, auchwie es vonalterherkòmen ist. [3.] Itemsysòllenauchdengemain(en)man, soder seintraidgenmùlbringtunddes melbs notturfft ist, fùrdern und der pekhen getraid dieweil steen lassen, bis der gemain mangefùrdertundausgericht ist. [4.] Item so die mùllner den pekhen noch gemain(em) mann nit ze mallen noch ze schrotenhaben,mùgensydanninselbswolmelbelnundschrotenunddasdenmelblern, pekhenundgreisslernverkauffen.Daenntgegensollendiepèkhenirgetraiddenmùllnern ze schrotengebenunddamit gehaltenwerden, auchwie es vonalterherkòmen ist. [5.] Item die obgenannten pèkhen sollen sich auch des melbeln halben also halten, wie esdann in irerordnung imstatpu˚chhie geschriben ist1. [6.] Itemsysòllenauchdie semelnundall annderprotpachenschònundrecht,yedes nach sein(en) statten, als danndiedeichgesètzt ist ungevèrlich. [7.] Item nachdem die pèkhen und ir knecht miteinannder ains sein, das dieselben knecht irenmaistern zuderdèrr arbaittenund indiemaisternachderdèrr lonenwèllen, dashabn indieherrnburgermaisterund rateditzmals auchalso zu˚egèben. [8.] Welicher aber sòlich obberùrt ordnung und satzung ùbertrèt und nit gehorsam wère,der solnachdesobgenantn rats rat gestrafftwerden. Und zu gedechtnùss hat derselb rat die obgemelt ordnung in das statpu˚ch bevolhen zu schreiben und im auch ganntzen gwalt vorbehalten, die vorgn(an)tn articl zu verkern, zemynnernoder zemern,wie sydes verlusstund inampèssten fùgtundgu˚tbedunkht. 322 1 SieheobenNr.194.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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