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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 494 -
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494 VI.2.Edition [6.] Item das die schuester das leder mit schmer ùber den ygl, wie von alter her- khumen ist,wol schmierenunndmitdemschmerobdemfewrnachnotdareinbringen, damit esdas lederwoldurchgeeunnddardurchzugwaichwerde,desgleichendaspukhen unndkhelbrein leder auch. [7.] Itemdas syawchdie schuechmitdemneyennitubereilennochzwweit stechen, dergleichenauchanden stifeln. [8.] Item das sy es awch ynwenndig mit flesern wol besetzen, damit sy nit bald abge- trettenwerden. [9.] Item das sy kain leder nyndert in der stat von burgern noch gessten khawffen dannalain inndemmathaws1 [!]. [10.] Item das si auch den beschawmaistern der ledrer dapei ze sein albeg [192v] darzùeverkhunndenunndonsòlhbeschawkainskhawffen. [11.] Item das sy auch in sonnderheit das paurvolkh, man unnd frawen, desgleichen auch die dienstleit mit guetem, lanngwerundem, nutzen schuechwerch, das wol gearbait undgeschmirt ist, notdurffticlichversehen. [12.] Item wer aber von burgern oder anndern gespickhts schuechwerch haben wil, das sy dieselben auch wol besetzen unnd khedern, besonnder die unnd annder schuech hindenandenverschen starkhbesetzenunndmachenn. [13.] Item welher arbaiter, arbaitterin oder annder vor unnd hinden an die schuech rindreinflekhhabenwollten,das si inedie alsdannauchguetmachenn. [14.] Item das sy all schuech nutzlich machen, damit das schuechwerch weder vor noch anndern ennden nit uber die sollenn oder kheder gee, oder das die kheder nit zunachst unnder dem schuechwerch abgeschnitten werden; alles mit ainer peen, wo schuester beschawmaister ainicherlay schuech, so nicht gerecht weren, in irer besaw [!] ubersàhen unnd nit fur ain rat bringen, oder die schuester nit nutzlich mit guetem leder unndanndermmachenwurden,die alsdannze straffen. 325. DerRatderStadtWienentscheideteinenStreitzwischendenRiemernunddenZaumstrickern undgestattet letzterendieBearbeitungvonTierhäuten. 1509 Juli 17. HWOBfol.193r. Literatur:Uhlirz,Gewerbe620;Neumann,Kleinkünste593. Der riemerundzàmstricker entschidundordnùng Anno Domini etc. quingentesimo nono des eritags nach sannd Margarethen, der hei- lign junkhfrawn, tag sein fur den rate der stat Wienn chomen die maister der riemer- hanndtwerch unnd habn sich da beclagt wider die maister des zàmstrickerhanntwerch, wie dieselbn zàmstricker ire heut selbs machetn und beraitten und nicht von in den rie- mern nemen noch chauffen wolltn, das wider alts herchomen beder hanndtwerch wer. Daentgegen auch die zàmstricker sagten, sy wèren sòlch heut von in den riemern ze ne- mennicht schuldig, dann sy selbs sòlhheutbesser arbaitnunndzueberaittn chundten. Demnach sein der riemer unnd auch der zàmstricker hewt aigentlich besicht und be- schawt, in wòlher beschaw lautter erfundn, das der zàmstricker heut bass gearbait unnd 324 1 ZumMauthaus sieheobenNr.31Anm.2.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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