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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
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502 VI.2.Edition 333. BürgermeisterHansSüßundderRatderStadtWienerneuerndenLeinwaternaufderenBitte ihreOrdnung. 1516August 16. HWOBfol.199r–200r. Literatur: Uhlirz, Gewerbe 735; Zatschek, Handwerk 106; Perger, Hoher Markt 53; Opll, Zeitverständnis 44Anm.49. Der leinwaterordnung AnnoDominietc.quingentesimosextodecimodes sambstagsnachunnser liebenFrawen Himelfarttaghabendiersamen, fursichtigen,hochweisenherrenHannsSuess, zudenzei- tenburgermaister,unndder ratgemainder statWienndieordnungunndaltherkhomen der leinwaterzechauffleissigbitunndbegernder leinwaterhiegemaincklichzu furdrung unnd aufnemung gemains nutz genèdigkhlich innovirt, vernewt unnd in der stat Wienn ordnungbucheinzeschreibenbevolhen.Dieselbigordnung laut vonwort zuwortenalso: [1.] Annfàngkhlicha soll ain yeglicher, der hie zu Wienn stugkh- oder elenweiß lein- wat verkhauffen unndverschneiden will, seinen erbernabschid, burgerrecht, aingeschri- ben stat indes spital1 gruntbuchunnddas leinwatrechthabendund inder leinwaterzech eingeschribensein,dovonallemgeben innhaltbrieflicherurkund, eskhombsòllich lein- wat stat und recht an in mit khauff, erbfal, geschèfft, gemàcht, heyrat, oder wie das khombt; und so er die gwer im spital emphahet, so sòllen albeg di zwen zechmaister bey dem gruntbuch daselbst von der zech wegen dabei sein, damit dester ordenlicher gehanndlt, das spital und zech jegklichs sein geordennten und gepurlichen tail alda em- phahenmug. [2.] Ain yeder angeender leinwater, wann er des ersten mals auf das Leinwathaws2 auftregt und fail haben will, soll haben nur ain wochen den hinderisten stannd oder stat unnd darnach die annder wochen von demselben stannd herfur rugkhen, auch die ann- dern leinwater also wochennlich yeder umb ain stannd oder stat umbrugkhen, auf das ainervondemanndernungevortailt,nachdemsydemspital all gleicher zynnßunndgult raichen,beleibenmugen. [3.] Essoll auchkhain leinwaterdiemarcktzeit, somanaufdemhawss failhat, in sei- nemhaws,herbergoder ladenvonenndtdes geleut zemorgen inden rat, oderderselben zeitungeverlich,unntzt zuanfanngkhdesvesperlewtenvailhabenoderhingeben,eswàre dann freyung,damit ainyedermanaufdemLeinbathawßnachseinemlusstundgefallen vondisemoder jhenenkauffenmòge. [4.] Also soll es an den sonntagen, unnser lieben Frawen-, Zwelfpoten- unnd der- [199v]gleichen tàgen auch gehallten werden, auch durchaus kain raytzung zw khauffen oder fursetzen der leinwat an denselben marckht- und heiligentàgen in- oder ausserhalb der làden, hewsern oder hawsthurn haben, wenig noch vil, sonnder in versperrten làden 333 a–aAm linken Rand daneben: Nota dise ordnung ist zu disn jarn biß aufs [danach gestrichen: noch] 1604 jarundetwowolnoch lenger gùltig. DurchzweiVerweiszeichenamAnfangundamEndeder1604noch gültigen Ordnunghervorgehoben. 333 1 ZumWienerBürgerspital sieheobenNr.37Anm.2. 2 ZumLeinwandhaus sieheobenNr.274Anm.2.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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