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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 507 -
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Nr.335 507 hie verkhauffen oder widerumb von dann fueren. Wo man aber sòlch haimlicha kauffer undverkhawfferodereinsetzerbetrittunderferdt, sullen indieselben ireguetergenomen und dem statrichter geanntwort werden, auch darzue dem statrichter hie ain phund und gemainer stat zumpuchb ainphundphenningzupeenunndstraff zugebenonalle gnad verfallen sein. [5.] Itemessullenauchalledie, sosolchenhanndelhietreiben, furdiethòrr inderstat noch den vorstetten nicht komen noch geen noch auf dem weg her zu den lewten nicht abkhawffen noch sy hie in der stat ab dem marckht noch den gassen nicht haimfueren noch in ire hewser bringen noch kainerlay unnderred mit den gessten haben, dardurch [202r] sy furkhawff machen mochten. Aber selbs mugen sy wol ausziehen unnd auf dem gew oder mergkhten kauffen unnd zu iren notdurfften herbringen unnd widerumb hin- geben. [6.] Itemdamitaberder furkhawffhiedessterpassunnderkomenmugwerden, sullen sy aygenntlich ir aufsehen haben, unnd wo sy furkhawff fynnden oder begreyffen, es sey bey geistlichen oder welltlichen, den anbringen unnd nicht versweygen noch auch selbs nichts annders mit kauffen hanndln, dann vorgeschriben stet. Unnd wo man wider die ordnung inndert furkhawff ankhumbt oder begreifft, sol man nemen zu gerichts hann- denunnddarzueder furkhawfferumbainphundphenningWienerbegriffen,davondem statrichter ainphundunndgemainer stat auchainphundpheningzugebenonalle gnad gestrafftwerden. [b] Sy sullen auch ire brueder unnd swesstern bey der peen und straff, so ir unnd sannd Oswalds zech und bruderschafft ordnung, die inen durch ainen ersamen rate hie bestàt, confirmiert unnd in das statbuch zusambt der anndern irer ordnung geschriben ist worden, vermag, zu gehorsam gehallten, damit der gotzdinst gemellter zech nicht ge- mynndert, sonnder nur gemert, gepessert unnd, wie von allter herkomen ist, gehallten werde.Unnd lautdasselb irunnd sanndOswalds zech rechtbuchunndordnungalso: Hiec hebt sich anc das rechtbuch in sannd Oswalds zech mit willen unnd gunnst der zechmaisterunndbruederunnd swesster, die inder zech sind. [1.] Desersstenhabent sygesatzt,wennGotainenmennschennymbtvondiserwellt ausunnserzech,es seymanoderweyb, sosullendiezechbruederunndswèssterallgemain des morgenns zu der herberg geen, do di leych inn ist, unnd sullen mit der leych hintz kirchen geen und soll ain yegklich bruder unnd swesster derselben seel unnd allen glaw- bigen seelen ophern unnd mess frumen. Unnd wer des vor eehaffter not nicht gethuen mag, der soll ainen erbern scheinpoten an seiner stat da haben; thut er des nicht, so soll eronallewiderredainenvierdungwachss indie zechzewanndlgeben,unnddas schreibt man imzu seiner gullt indasbuch. [2.] Darnach habennt sy aufgesatzt, das vier zechbrueder, de [!] die leych angefellt ze tragen, unnd die von den zechmaistern gevordert werden, dieselben sullen die leych tragen hintz kirchen. Unnd wer das von eehaffter not nicht gethuen mag, der soll haben ainen man oder ainen brueder aus der zech, der an [202v] seiner stat die leych hynntz kirchen trag unnd ze grab. Tut er das nicht, so soll er on alle pett ain phund wachs in die zech zewanndl geben. [3.] Es sullen auch die zechmaister der leych geben zwelf und ain halbes phund phe- ningausder zech,doman iroblayumbkhawfft.Unnddasdieherrnunnddi schulerdes 335 aDanach nochmals irrig: haimlich. b Durch Unterpungierung von -aw a- korr. aus: paw auch. c–c Im TextdurchAuszeichnungsschrift hervorgehoben.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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