Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Historische Aufzeichnungen
Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 510 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 510 - in Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)

Bild der Seite - 510 -

Bild der Seite - 510 - in Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)

Text der Seite - 510 -

510 VI.2.Edition len auch di gesetz demselben gleichleidig gemacht unnd new abgenng unnd mèngl oder enndrungmitnewerfursehunggeordenntwerden,habendibenanntenherrnburgermais- ter und rate angesehen ir zimlich bete und von wegen gemains nutz, auch zu aufnemung der bemelten zech, damit auch di mànngl, so sy gehabt, ganntz aufgehebt werden, unnd inendisenachvolgenndordnunggesetztunndgemacht,auchinunnserstatordnungbuch einzeschreibenbevolhen, alleswiehernachvolgt: [1.] Anfènngkhlich so ist inder ellternordnungbegriffen,daskainer inder statnoch in den vorstetten umb letzellten spilen, auch greisen lassen in khain weise, setzen unnd wòllen wir, das derselb artigkl also nu hinfur stèt unnd unzeprochen gehallten werde. Wòlher aberdawider tàt, er seymaisterodergesell, unnddas imunndersagetoder er von seinem maister ainest und zu dem [204v] hòchsten zwyr ermonet unnd vorbemellt spill und greysen nicht abstund oder das dye junger deshalben aufstuenden oder enntliffen, denselben soll das hanndtwerch nach solcher tadt drew jar nachainannder ze arbaitend verbotten sein.Es soll auchkainmaister sòlhungehorsamspilerundenntlauffer furdern, aushallten noch arbait geben. Wòlher maister das uberfuer, der soll ain ganntz jar seins hanndtwerchs entsetzt sein. [2.] Und wann von allter herkomen, das ain yeder, so letzellten khawfft und auf die mèrgkht tregtwider zuverkhawffen,aufviertzehenphenbertvier aufgabgehabt,das leid- lich unnd von gerechter arbait gut und gerecht gepachen unnd sich nyemannts darab beswèrt, dawider aber yetzo die hinlawffer, austrager, hawssierer hanndln, die fur den ge- main(en) nutz nicht sein noch ir arbait gut unnd gerecht, dadurch mènigklich betrogen wirdet und auf das tausent hundert ausgeben, das sy dann mit irer ungerechten arbait wolgethunmògenunddamitmènigklichbetrogenwirdet, sichauchdieselbenaustrager, hawsierer dadurch tèglich neren; unnd so kriegslewff oder annders auskhumbt, so belei- bendieburgerangesessen,abersòlchobbemeltziehenausdemlanndunndtragenmitder statnoch lanndekainmitleid.Sòlhenmitguterordnungfurzekhomenwollenundsetzen wir, das mènigklich gute war pach unnd derselben nicht mer dann von allter herkhomen aufviertzehenphenwertviere aufgeb.Weraberdasubertrettenundmeraufgebenwurde, der soll dem hanndtwerch ain phund wachs unnd dem gericht, darunder der ubertret- ten, zwenundsibenntzigkh phennig zu unablòslicher peen verfallen sein. Damit aber mit solher arbait nyemants betrogen werde und ain gut phenbert erlannge, wollen und set- zen wir, das alle arbait von den zechmaistern besicht und beschawt, damit nyemannts betrogen werde. Wo auch unrechte arbait erfunden, sol die genomen werden unnd dem gericht, darunderdasbeschiecht, verfallen sein. [3.] Dann der stennde halben auf dem màrgkhten setzen und ordnen wir, das auf allen [205r] kirichtègen, jarmèrgkhten unnd anndern gemainen mèrgkhten kain maister mer dann zwen tisch habe, dieselben auch nicht nebenainannder noch gegenainannder, sonnder getailt setz, das auch kain austrager noch hawsierer, der di letzellten selbs mit der hanndt nicht macht, neben der maister tisch noch stènnden vail habe; wo sy aber das tèten, das sy dem hanndtwerch ain phund wachs und dem gericht, darunder sich dasbegibt, zwenundsibenntzigkhpheningzupeengeben.Es sol auchalltzeit aufden jar- mèrgkhten, kirchtègen unnd anndern mèrgkhten umb di steendt gelòsst werden; unnd mag ain maister dem anndern, so noch nicht ankhomen, seinen stannd mit los getrew- d Danach irrig amZeilenende: ver-.
zurück zum  Buch Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)"
Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Das Wiener Handwerksordnungsbuch