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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 511 -
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Nr.336 511 lichauffahen,dochunvergriffendermaistern, soderselbenorttenanhaimsein,die sòllen steennach iremalltengebrauch,wie sy verlusstunnd indas ampessten fueget. [4.] Verrer ordnen und setzen wir, das ain yegklicher maister ausserhalb Wienn nicht mer dann ain junger habe unnd denselben unnder dreyen jaren nicht verding, das auch der maister im letsten jar anndern dingen muge, unnd das ain yeder maister zu Wienn, nachdemund die zech da ist, zwen junger hallten mòge obberuertter gestallt. Unnd so ain junger on gnugsam ursach aim maister hinliff, den soll hinfuran kain maister aufne- men,nur allain erhebdie lerjar vonnewemanzediennennachhanndtwerchs rechtund gewonhait. [5.] Dasauchkainmaisterkainenknecht aufneme,der aufdòrffern,mèrgkhtenoder anndern ortten bey den obangezaigten storern gediennt habe. Wer das uberfert, sol der maisterzwayphundpheningunnddergesell vierphundwachs indiezechzupeengeben. [6.] Das auch kainer zu maister aufgenomen werde, er beweise dann vor der zech hie zu Wienn mit brieflichen urkunden sein eeliche gepurde, und das er seine lerjar nach hanndtwerchs recht erberlich ausgediennthab. [7.] Ob sich auch begàb, das ain gesell oder junger seinem maister vierzehen phen- bert enntphrennde und des uberweist wurde, das der furan dess hanndtwerchs drew jar berawbt seyunndnachmalsdeshanndtwerchshuldegewynnenmit aimphundphening. [8.] Das auch kainer umb letzellten spilen lass khainerlay spil. Wòlcher aus dem hanndtwerch sèhe, das der das anbring unnd nit versweyg bey der peen dem gericht, darunder sòlchs geschàch, zwenundsibenntzigkh [205v] phenning, der zech ain phund wachs unablàslich zu bezalen, mit welher peen der, so das spill verpracht, auch gestrafft werdeonalle gnad. [9.] Unnd so ain maister oder gesell on ursach und aus hochmuet oder widerpart das opher zu Wienn versawmbte, das der in die zech ain vierdung wachss gèbe. Wòlcher sich aber des sich [!] widern oder setzen wurde, das der mit ain(em) halb phund wachs gestrafftwerde. [10.] Wòlcher gesell bey der zech oder ausserhalb bey ainer urten sich uberweinte, deshalben mit worten ainen anndern gesellen zu nahennt khomen oder ungefur anhueb oder zu voran gotslessterung volpràcht, das derselb mit funf phund wachs gestrafft, der zech und dem gericht, darunder solhs beschàhe, ain phund phening ze wanndl gebe on alle gnad. Doch haben in di obbenannten herrn burgermaister und rate innen ganntzen vollen gwalltunndmachtvorbehallten,diseordnungzemynndern,zemeren,zuverkherenoder gar abzethun,wannunndwieofft dasdinotdurfft erayschte. e RRMII folgenbis fol.183r fünfneueArtikel. –H.A.-Akten4/1568 folgenbis fol.17r fünfneueArtikel,welchedie Lebzelter in einerBittschrift imJahr1568eingebracht haben, die ebd. fol.6r–9v zufinden ist.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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