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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 515 -
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Nr.340 515 [6.] Itemwoainerdenandernvorderpuchsen lug strafft, der soll zupuess gebenain halbenvirdungwachs. [7.] Item wann ainen die vier puchsengesellen hayssen stillschweigen und derselb nicht schweigt, der sol, als offt man in stilschweigen hayst, zu puess geben ain halben vierdungwachs. [8.] Item wann ain gesell wandern will, so soll derselb durch sich selbs oder ainen anndern seinen schillt aufsagen und zallen, was er schuldig beleit, in die puchsen. Thuet erdasnit, so solman imdarumbnachschreiben. [9.] Item man soll vier gesellen zu puchsenmayster erwellen und alle quottember die eltisten zwen absetzen und zwen ander an die stat erwellen. Und bey sòlcher erwellung sollenall gesellen, sovil irderselbenzeithie sein, gegenwurtig erscheinen;undwelichdie maysten stimhaben,die sollens seinundsichdesnit setzen.Sy sollenauch jerlichendem eltisten zechmayster der maysterzech die schiltpuchsen und laden haimtragen, der sy be- waren soll.Undwelcher ausdengesellenundauchdiepuchsengesellen sòlchsuberfuren, deroderdieselben sollen zupuess ainvirdungwachsgeben. [10.] Itemes soll auchainyederpeytlergesell sein schiltmit ainemkreytzer zieren. [11.] Item so sol auch alle quottemer ain lòblich ambt gehalten werden, darbey all gesellen sein sollen fur all brueder lebendig und todt ze bitten. Und welcher aussen be- leibt,der soll ainhalbenvirdungwachszupuessgeben,ausgenomenwoin leibsnott irret. Es sollen auch die vier puchsengesellen bey solchem ambt zu voderist da sein, alle ding, so dartzu gehòren, ordinieren. Und welcher under inen aussen beleibt, der soll zu puess gebenainvirdungwachs. [12.] Item es soll auch jerlichen von dem gelt, so zu puess und der puchsen gefelt, zu den vier unnser Frawentègen, als Liechtmess, Verkundung, Himlfart und Emphenckh- nuss Marie, ain lòblich ambt gehalten werden, dabey all gesellen mit irem [208v] opfer erscheinen sollen. Und welcher aussen beleybt, der soll zu puess geben ain halben vir- dung wachs und sein opferphening; und zu ausganng des ambts sollen die vier gesellen denselbengotsdienst zallen. [13.] Itemanunnsers liebenHerrnFronleichnamstag sollenallpeitlergesellenhiebey demumbganng seinundyder ainpri[n]undekertzen tragen,beyainerpeenaineshalben virdungwachs. [14.] Item wann der almèchtig Gott ainen peitlergesellen, so hie zu Wienn ist, aus diser welt erfodert, so sollen die vier puchsengesellen zu der leych umbsagen, dieselb zu der begrebnus tragen und den nagsten suntag darnach ain seelambt halten lassen, bey welcher belayttung und seelambt all peytlergesellen sein sollen, bey ainer peen aines hal- ben virdung wachs. Und wo indert in der krisstenhayt ain peitlergesell ableibet, so in diser bruederschafft ist, und sobalt es hie geoffenwart wirt, soll im hie des nagsten son- tag darnach ain seelambt gehalten werden, darbey auch all gesellen bey der vorigen peen erscheinen sollen. [15.] Zum beschlus so soll alles, was puess ist, es sey vor dem hanndtwerch an der schennckh und was den gesellen zuegehòrt, in die puchsen gelegt werden. Und wo sich ainer ungeburlich hielt, das wider hanndtwerchs gewonhayt wèr, oder in diser brueder- schafftetwasa ubertrat,wèrsa derviergesellenainer,der sollnach lawtdiserbruederschafft 340 a–aAufRasur.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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