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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 516 -
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516 VI.2.Edition und erkanntnus der gesellen zwir so vil als ain ander geben. Und die puchsen und laden sollen altzeit bey dem eltisten zechmayster und die schlussl dartzu bey dem briester, den diebruederdisengotsdienst zuhalten furgenomenhaben,beleyben. Dochhat imhierinainersamerratedisevorgeschribneordnungzemindern,zemeren oderganntzabtzuthuenvollenundganntzengewallt vorbehalten.Miturkuntdesbrieffs, besigeltenmitunnsermanhanngundenstatb innsigl,dochunns,unnsernnachkomenund gemainer statt Wienn on schaden. Beschehen an sambstag nach sand Lucien, der heyli- gen jungkhfrawn, tag nach unnsers lieben Herren geburde im funftzehenhundertisten und sibentzehenden jaren. 341. [KaiserMaximilian I.] erteilt denFischern eineOrdnung. 1517November22,Klosterneuburg. HWOBfol.208v–211r. Druck:Kaltenbaeck,VaterländischeDenkwürdigkeiten3162–166.–Literatur:Uhlirz,Ge- werbe703;Zatschek,Handwerk, StadtundLandesfürst 157f. [210r] [1.] [...] beya nemung der visch und zway phunt phening soll er dem vischauf- seher verfallen seinundgebenunddemstatrichter auchzwayphuntphening. [2.] Item die Vngrischen, Behaimschen und Merherischen, so sy visch haben etc., underhalb der anndern vischer vayll haben, so dann von alter der gebrauch gewest ist, das sy under der berurten tur des Vischmarckhts1 vayll gehabt, sollen sy ytzt auch thuen und sich dermassen halten, das ain underschiedt sey, damit niemant betrogen und das es niemannt mit inen habe oder annlege, bey nemung der visch und zway phunt phening zu wanndl soll er dem vischaufseher verfallen sein und geben und dem statrichter auch zwayphuntphening. [3.] Item es soll khain vischer oder vischkewffl under wegen, auf der strass von oder gen Wienn von khainem vischer oder sonnst khainem visch kawffen, er hab sy dann vor in der insetz gesehen, oder er sol ine herein faren lassen und drey suechmall vayl haben, damit der gross furkawf gewent werde, bey nemung der visch und zway phunt phening zu wanndl soll er dem vischaufseher verfallen sein und dem statrichter auch zway phunt phening. [4.] Item wo mann ainen vischer zu Wienn oder sonnst ainen, der verpotten, un- gerecht und furkawfft visch am wasser oder sonnst in der stat Wienn hiete, funde oder betretten wurde, dem sollen albeg die visch genomen und mit zway phunt phening den vischaufsehern und zway phunt phening dem statrichter zu wanndl zu geben gestrafft, doch in albeg sollen zwen vischaufseher gesetzt werden, nemlich der aine von der obb- rigkhayt und der annder von gemainer stat Wienn wegen, die auch ir vleissig aufsehen haben sollen,damitdiserunnserordnunggelebtundnitdawider gethanwerde. [5.] Item mon soll auch zu sand Khathreintag [25. November] khainen sprenntzling fahen,kawffennochverkhawffen. b AufRasur, korr. aus statsigl. 341 aFol.209 fehlt.Nachträglichvon spätererHandauf fol.208v imunterenrechtenEckhinzugefügt:Dervischer. SiehedazuobenS.67. 341 1 ZumFischmarkt sieheobenNr.221Anm.2.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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