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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 524 -
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524 VI.2.Edition gesell vorderbestimbtenzeit zudemfròmbdengesellengeen.Wèraberdawider thut, sol umbainvierdungwachsoderhòhernachgelegenhaitder sach,wiedieff ordnungvermag, gestrafftwerden.Undwannalsdanndieselbenzwenaltgesellenzudemfrombdenkòmen, sollen sy [214v] ain achtrin wein und fur zwen phening kàs und prot zalen und mit im verzern,dabey fragen,was erbeger,woer seinhanndtwerchgelerntundvormals gearbait hab.Undsoerder frombddeshanndtwerch redlich istundhie zuarbaitenbegert, sollen sy imallmaistervondemeltistenbisaufden jungstenerzellen.Undbeywelhemerarbai- tenwil, sol imbeydemselbenaufvierzehentagnachhanndtwerchsgewonhaitumbarbait besehen werden. Und wann dieselben vierzehen tag ausgeganngen, gefellt der gesell dem maister,dergleichdermaisterdemgsellnmit essenundtrinkhen,wie esdievierzehen tag ist gehallten, auchmitdemlon,mugen sy ferrermiteinannderndingen,der sach sichauf kurtzoder lanngzeit treulichvergleichen. [3.] Und wo sach wère, das ain gesell in unerdicht krannkhait derselben zeit, so er nun verdingt, fiel, sol im der maister nicht mer, dann was seines guten willen, vermògen und auch des gesellens verdiennstnus ist, thun und gar nichts schuldig ze sein, und die beschaidenhait seydenmaisternhierinnauchwiderumbgar vastwolbevolhen. [4.] Auf solhs alles sol der gut montag gènntzlich aufgehebt sein, bey der peen aines vierdung wachs on allen ablos ze geben. Es sòllen auch die gesellen nach hanndtwerchs gewonhait zue und von der arbait komen und geen, wie bisher gehalten und fur gut und leidlich zebaider seiten ze seingeachtworden. [5.] Itemin irer gemainenversamblung sol alle vierwochen,undwannsy sunst auch der phlegen wellen, albeg ain angesessner maister ires hanntwerchs und burger hie zu Wienn bey inen sein, den sy die geselln jèrlich zu erwelln sòllen haben, welher in gefellt, damit dester stèttlicher gehanndlt mug werden, und ain yeder gesell all vier wochen ain kreutzer indiepuchseneinlegen.Undobsichbegèb,dasain fròmbdergesell zuderselben zeit der vier wochen, als sy einlegen, hie wèr, der sol zu der puchsen belaitt und im da hanntwerchsgewonhaiterzelltwerden.Derselb frombgesell soldeserstenmalzehenphe- ning einlegen und nachmalln von stund an zu ainem burger, der wein schennkht, oder wo sy sich des beainen, in ersamkait geen, demselben fròmbden geselln nach sit und ge- wonhait des hanndtwerchs schennkhen und khain gesell on eehafft not aussen beleiben. Und welher in ainer stundt nit khumbt, der sol einlegen zwen phening, beleibt ainer gar aussen,der soldannochthalben tail der schennkh, so ainemzugebengebùrt, zallengg. [6.] Item es sollen auch die gesellen da in aller ersamkait, zucht und guten sitten sein,khainerdemanndern [215r] verpotneundunersamewort zusetzen, ainerdemann- dernnitzutrinkhen,khainerkhainenpecheroderanndersvonder schennkhtragen,noch auchkhainerungelewntenpersonenzutrinkhengebennochbeyGot,der jungkfrawMa- rie, seinen heiligen fluchen und schelten in schimpf oder ernnst, alles bey ainer peen ain phuntwachs. [7.] Itemain jeder junger, so sein leerjarhie ausgelerntundaingesellen lonverdienen mag, der sol des ersten mals in die puchsen einlegen zehen phening und den gesellen ain praten geben. Da sollen sy in hanndtwerchs gewonhait unnderweisen, wie dann auf iremhh hanndtwerch sit ist. ff Über der Zeile von gleicher Hand mit Verweiszeichen eingefügt. gg H.A.-Akten 3/1540 folgt gestrichen: und umb die ungehorsam ain halb phund wachs geben. hh H.A.-Akten 3/1540 gestrichen: unnserem, über der Zeile: irem.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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